Lübeck: Zug zerteilt Trecker

Trümmer liegen verstreut an der Unglücksstelle. Foto: Kröger
Trümmer liegen verstreut an der Unglücksstelle. Foto: Kröger

Ein abgerissener Treckerreifen liegt am Bahndamm, daneben ein ausgebranntes Führerhaus. Das Ende eines Zugunglücks auf der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck.

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08. Juli 2009, 11:20 Uhr

Lübeck | Der Fahrer (30) des Treckers lebt - er sprang kurz vor dem Zusammenprall mit dem Regionalexpress RE 21414 aus seiner Kabine. Einen Tag nach dem Zusammenstoß eines Treckers und einem Zug der Regionalbahn ist die Zahl der Verletzten Fahrgäste aber auf neun gestiegen.

Das Unglück passierte gestern gegen 11.45 Uhr. Der Bahnübergang im Lübecker Ortsteil Reecke ist mit Halbschranken und einem roten Blinklicht gesichert. "Wir wissen nicht, warum der Landwirt ihn trotzdem passierte", sagt Matthias Menge, Sprecher der Bundespolizei. Eine Vernehmung des Mannes sei noch nicht möglich gewesen, zu groß sei sein Schock. Der Regionalexpress war mit 200 Fahrgästen besetzt, der Aufprall zerriss den Trecker, schleifte ihn 200 Meter mit, dabei ging er in Flammen auf. Feuerwehrsprecher Michael Utech: "Wir haben den Trecker gelöscht, die Fahrgäste zu einer Sammelstelle gebracht, die Verletzten versorgt." Der Zugverkehr war für Stunden blockiert, die Lok defekt.

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