Flensburg, Sonderburg, Apenrade : Drei Bürgermeister greifen in die Ideenkiste

Sonnige Bürgermeister-Tour im Flensburger Hafen: von links Tove Larsen (Apenrade), Jan Prokopek Jensen (Sonderburg), Gastgeber Klaus Tscheuschner. Foto: Staudt
Sonnige Bürgermeister-Tour im Flensburger Hafen: von links Tove Larsen (Apenrade), Jan Prokopek Jensen (Sonderburg), Gastgeber Klaus Tscheuschner. Foto: Staudt

Sie haben eine Vision, aber sie wissen noch nicht so genau, welche: Die Bürgermeister von Flensburg und den dänischen Städten Apenrade und Sonderburg wollen besser zusammenarbeiten.

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23. April 2008, 06:52 Uhr

Offenbar beflügelt die Seeluft: Vormittags fuhren die drei Bürgermeister aus den Grenzsrädten noch per Boot durch den Flensburger Hafen, am Nachmittag öffneten sie die Ideenkiste, wie die Zusammenarbeit im Städte-Dreieck Flensburg-Apenrade-Sonderburg ausgestaltet werden könnte. Zwei Tage waren Tove Larsen aus Apenrade und Jan Prokopek Jensen aus Sonderburg auf der deutschen Seite der Förde zu Gast, um sich die Arbeit von Flensburgs Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner anzusehen.
Es gab eine Reihe von Visionen. Der größte Einzelposten: Eine gemeinsame, große Mehrzweckhalle für die drei Städte, für Handballspiele und andere Veranstaltungen, symbolhaft platziert auf der deutsch-dänischen Grenzlinie. In Sonderburg bestehe Bedarf, in Apenrade ebenfalls und für die Flensburger Campushalle gebe es Pläne, sie zu erweitern, sagte Tscheuschner. So sei die Idee vom Neubau entstanden. Sicherlich müsse ein Modus gefunden werden, der Flensburger Halle und ihrer Auslastung nicht zu schaden.
Taucher dürfen auch in den Apenrader Hafen
Eigentlich fing die Liste der potenziellen Kooperationsprojekte, die Tscheuschner, Larsen und Jensen aufblätterten, ganz klein an. Immer wieder sei sie gescholten worden, dass Apenrade keine Taucherbereitschaft für Unfalleinsätze im Hafen vorhalte, schilderte Tove Larsen. Bei den Gesprächen im Flensburger Rathaus habe sie erfahren: Es gibt eine Vereinbarung, dass Taucher der Berufsfeuerwehr Flensburg im Notfall in Apenrade helfen. Diese Kooperation soll nun auch auf Sopnderburg ausgedehnt werden.
Flensburg hat einen defizitären Flughafen, Sonderburg einen Airport, der brummt. Möglichkeit zur Kooperation? Tscheuschner sieht Bedarf für beide, kann sich aber vorstellen, dass die Stadt Flensburg Teilhaber an der neuen Sonderburger Betriebsgesellschaft wird. Gedanken wollen sich die drei Bürgermeister auch für eine Zusammenarbeit der Häfen machen. Orientieren wollen sich die Nachbarn außerdem am Null-Zero-Projekt der Stadt Sonderburg: Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes auf Null bis zum Jahr 2029.
Die Städtepartnerschaft Flensburg-Sonderburg-Apenrade war um den Jahreswechsel auf den Weg gebracht und vor wenigen Wochen formell begründet worden. Jetzt lernen die Bürgermeister die Arbeit ihrer Kollegen kennen. Nächste Woche sollen mit Politikern drei Bereiche der Kooperation benannt werden.

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