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Gewitter, Blitz und Donner : Unwetter über SH und HH: Überflutete Straßen in Neumünster und Hamburg

vom

In Hamburg müssen 137 Passagiere am Flughafen schlafen.

Wasser, Wasser, Wasser! Ein heftiges Unwetter zog in der Nacht mit schweren Gewittern von Süden her über Norddeutschland hinweg.

Bis in die Nachtstunden galt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD), zuletzt war sie auf Schleswig-Holstein beschränkt. Örtlich gab es Starkregen mit bis zu 40 Litern Wasser pro Quadratmeter, schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern pro Stunde und großkörnigen Hagel.

In Neumünster standen mehrere Straßenzüge unter Wasser, in Reinfeld, Barnitz und Westerau musste die Feuerwehr einige Keller auspumpen, in Bad Segeberg wurde ein  Campingplatz überschwemmt. In Traventhal bei Bad Segeberg brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses ab - vermutlich nach einem Blitzschlag.

<p>Überflutete Straßen in Neumünster.</p>

Überflutete Straßen in Neumünster.

Foto: Daniel Friederichs
 

In Oststeinbek stand eine große Halle unter Wasser. In Großhansdorf waren die Sieker Landstrasse und der Wöhrendamm teilweise überschwemmt. In Wentorf liefen Kellerschächte in einem Neubaugebiet voll. Am Hower Hauptdeich in Hamburg schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses. In Hamburg Allermöhe-Ost schlug am Grachtenplatz ein Blitz in einen Baum, der danach auf ein Haus zu fallen drohte.

Kurz aber heftig war das Unwetter das am Freitag abend über Hamburg gezogen ist. Blitze und Starkregen sorgten für viele Einsätze im Hamburger Osten. Am stärksten wurde mal wieder die S-Bahn Unterführung in der Bovestrasse überschwemmt.

Hier glaubte ein Autofahrer er würde noch durch das Wasser mit seinem Wagen kommen, blieb aber nach einigen Metern stecken. Das Auto wurde bis in Höhe der Autotüren völlig überflutet. Vermutlich ist der Wagen als Totalschaden abzuschreiben. Die Feuerwehr öffnete einige Gullydeckel damit das Wasser schneller abfließen konnte. Aus einigen Gullideckeln schoß das Wasser fast 40 Zentimeter hoch raus. Auch einige Keller wurden überflutet.

Probleme am Hamburger Flughafen

Das Unwetter bescherte 137 Flugreisenden eine Nacht auf Feldbetten im Flughafen Fuhlsbüttel. „15 Abflüge und 14 Ankünfte von Maschinen mussten gestrichen werden“, bilanzierte Flughafensprecherin Stefanie Harder am Samstagmorgen. Von den gestrichenen Abflügen waren demnach rund 1500 Passagiere betroffen, die meisten seien aber wieder nach Hause gegangen oder hätten in Hotels übernachtet, sagte Harder.

Zeitweise mussten Passagiere während des Gewitters auch in gerade gelandeten Maschinen ausharren. „Wenn wir Blitzwarnungen haben, dürfen unsere Mitarbeiter nicht aufs Rollfeld und weiter abfertigen und die Fluggäste dürfen auch nicht aussteigen. Das ist zu gefährlich“, sagte Harder.

Die Stimmung unter den im Terminal gestrandeten Passagieren sei ruhig gewesen, beschrieb Harder die Situation am Abend. „Jeder hat verstanden, warum es nicht weitergeht. Viele waren auch positiv überrascht, dass sie mit Feldbetten, Decken, Essen und Trinken versorgt wurden - der einzelne Reisende war aber bestimmt nicht begeistert.“

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erstellt am 20.Mai.2017 | 12:02 Uhr

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