zur Navigation springen
Zukunft der Medien

19. Oktober 2017 | 00:13 Uhr

Digitalabo : Einfach auf dem iPad

vom

Der sh:z ist mit seinem Digitalabo auf dem iPad so erfolgreich wie kein zweiter Regionalverlag in Deutschland. Der Grund für den Erfolg ist simpel, aber nicht banal.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 10:27 Uhr

Einfach sollte es sein. In der Bedienung. Und als Gesamtprodukt leicht verständlich für die Abonnenten. Ein Komplettpaket sollte es also sein, bestehend aus dem leicht zu bedienenden iPad von Apple, kombiniert mit einer App, die das tägliche elektronische Lesen der Tageszeitung zu einem Vergnügen macht. Das Ergbnis ist seit Ende 2011 auf dem Markt: das Digitalabo des sh:z.
Das Konzept, es den Lesern möglichst unkompliziert zu machen, kommt an: Das sh:z-Digitalabo ist das erfolgreichste derartige Angebot eines Regionalverlags in Deutschland. Insgesamt ist es bundesweit das vierterfolgreichste, noch mehr Digitalabos verkaufen nur die überregionalen Blätter Bild, Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12.500 digitale Abos sind inzwischen beim sh:z registriert, die Zahl wächst stetig weiter.

"Noch mehr Spaß am Lesen"

Für 28,90 Euro im Monat bekommen Neukunden ein iPad und eine App mit allen 14 Ausgaben der Tageszeitungen des sh:z. Das iPad gehört nach 24 Monaten dem Leser. Wer möchte, kann die Zeitung zusätzlich zum iPad auch als ePaper über einen ganz normalen Internetbrowser lesen, etwa im Büro. Da die App auch auf dem iPhone funktioniert, haben die Nutzer, die über ein Apple-Smartphone verfügen, die Zeitung auch im Miniformat immer bei sich. So können sie jederzeit auf die Zeitungen des sh:z zugreifen. Das klappt trotz des kleinen Bildschirms erstaunlich gut.
"Ich verbringe mehr Zeit mit der Zeitung auf dem iPad als früher mit der gedruckten, weil es mir mehr Spaß macht, sie zu lesen und darin zu blättern", sagte eine Leserin "Ich möchte das nicht mehr missen. Gerade wenn ich unterwegs bin, etwa im Ausland, ist es ein unschätzbarer Vorteil, die Zeitung als ePaper dabei zu haben", meint ein anderer Leser. Die Marktforschung des sh:z, aus der diese Zitate von Abonnenten stammen, belegt, wie zufrieden die Kunden mit ihrer elektronischen Zeitung sind. Manche benutzen das Abo auch bewusst, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und weil sie Freude an Neuerungen haben: "Ich habe das Abo meiner Frau geschenkt, weil wir neugierig auf ein neues Medium sind", sagte ein Leser in einer Diskussionsrunde unter Abonennten. Auch ein Argument für so manchen Leser: Bei der digitalen Zeitung lässt sich, im Gegensatz zur gedruckten, die Schrift mit einer einfachen Fingergeste vergrößern.

Die neue Tageszeitung schon morgens um 2 Uhr lesen

Die Geräte, die zusammen mit dem Digital-Abo angeboten werden, sind die aktuellsten, die es zurzeit auf dem Markt gibt, und die in unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Mit dem iPad 2 und dem iPad mini sind auch Geräte ohne jede Zuzahlung im Angebot. Denn es soll ja einfach bleiben.
Zusätzlich zur gedruckten Zeitung bietet die das Digital-Abo weitere Funktionen. Zum Beispiel werden Push-Nachrichten an die App auf dem iPad oder iPhone gesendet. So erfahren die Nutzer direkt Produktneuheiten und aktuelle Nachrichten. Die App bietet auch einen Nachrichtenticker, sowie ein umfangreiches Videoangebot.
Ein weiterer Vorteil: Die einzelnen Tageszeitungsausgaben stehen im Regelfall bereits zwischen zwei und drei Uhr nachts zum täglichen Download bereit. Selbstverständlich sind auch die Familienanzeigen auf dem iPad zu finden. Eine weitere Funktion, die das Digital-Abo zu einem erfreulich einfachen Leservergnügen macht, ist, dass die App im Hintergrund alle Artikel lädt, während die Leser noch auf den ersten Seiten blättern.

Individuelle Favoriten

Eine andere Besonderheit: Das Programm merkt sich, welche Zeitungen der Nutzer bevorzugt und zeigt bei jedem Neustart den jeweiligen Favoriten zuerst an. Somit hat der Nutzer die Nachrichten aus seiner Heimat immer auf einem Klick parat. Selbstverständlich kann auch innerhalb der App auf alle anderen sh:z-Tageszeitungen zurückgegriffen werden.
Und was wünschen sich die Leser in Zukunft von ihrer digitalen Zeitung? "Ich würde gerne mehr auswählen können, was ich lesen will. Ich lese überhaupt keinen Sport. Das würde die Datenmenge verringern", sagt ein Leser angesichts der mäßigen Breitbandverbindung an seinem Wohnort. Andere wünschen sich ein Kreuzworträtsel oder ein Sudoku. Auch genannt in den Umfragen: Eine Alternative zu Apple. Googles Android-Tablets haben zwar kein (phonetisches) "Ei" im Namen. Sie sind aber trotzdem genau so einfach.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen