Werner-Rennen 2018 : Unicycle – das Rennen der halbierten Bikes

Die einrädrigen Maschinen fahren auf dem Track.

Die einrädrigen Maschinen fahren auf dem Track.

Warum Biker ein Rad amputieren und damit über den Acker pflügen.

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02. September 2018, 12:58 Uhr

Hartenholm | Es ist schon eine sehr spezielle Gemeinschaft, die sich da beim Werner-Rennen auf dem Fun Track trifft. Ihre Maschinen: kuriose Ungetüme mit nur einem Rad und irgendwelchen selbstgeklöppelten Stützen aus Skiern, Blechen oder sonstigem Zeug, das bei anderen Leuten brav im hinteren Teil der Garage lungert. Unicycles nennen sich die selbstverständlich null straßentauglichen Maschinen.

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Die Idee: Auf der Rennstrecke die Vorderstütze hochreißen und möglichst ohne aufzusetzen geradeaus durchbrettern.

Das Vorderrad ist weg, während der Fahrt muss der Biker daher das Gestell hochziehen, sonst pflügt die Maschine den Acker.
Mira Nagar

Das Vorderrad ist weg, während der Fahrt muss der Biker daher das Gestell hochziehen, sonst pflügt die Maschine den Acker.

 

Die Rennen sind eine staubige Angelegenheit, denn irgendwas pflügt immer durch den Dreck. Und so sehen die Zuschauer statt der Einbeiner auch manchmal nur eine riesige Staubwolke über den Acker rennen.

Bei den Unicycles wird viel Staub aufgewirbelt.
Mira Nagar

Bei den Unicycles wird viel Staub aufgewirbelt.

 

Doch die Unicycles selbst sind den Fahrern so noch nicht merkwürdig genug. Viele Bastler verkleiden ihr Gerät noch weiter, montieren Wolfsschnauzen oder Haifischmäuler aus Plastik.

Mario auf seinem Unicycle.
Mira Nagar

Mario auf seinem Unicycle.

 

Mario aus Unterfranken hat zwei kleine Teufelchen an seiner amputierten Kawasaki angebracht. Die Kufen hat er aus Blechen von einer Autostroßstange geformt. "Man ist eigentlich ständig dabei, daran zu basteln", sagt er. "Dafür muss man schon ein bisschen wahnsinnig sein."

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