Heavy Metal Festival : WOA: Diebe plündern Wacken-Zelte

Zelt an Zelt - zehntausende Besucher campen auf dem Festivalgelände. Foto: Ruff
Zelt an Zelt - zehntausende Besucher campen auf dem Festivalgelände. Foto: Ruff

Die Polizei warnt Besucher des Wacken Open Air, auf ihre Wertsachen achtzugeben. Aus mehreren Zelten wurden Geld und Gegenstände gestohlen.

shz.de von
02. August 2013, 07:12 Uhr

Wacken | Auf dem Wacken Open Air sind bereits vor Beginn des eigentlichen Festivals viele Besucher bestohlen worden. Meist wurden Wertsachen aus den Zelten entwendet. Straftaten "in einem zweistelligen Bereich" wurden angezeigt, berichtet die Polizei. Offensichtlich unsicher sind aber auch Wohnmobile. Gestohlen wurden hauptsächlich Geld in Portemonnaies - aber auch Wertgegenstände wie Handys, Digitalkameras, EC-Karten, Personalausweise, Versicherungskarten, Kfz-Papiere oder Konzertkarten. Einige Diebe zogen ihren Opfern das Geld bei günstiger Gelegenheit aus der Tasche - auch dann, wenn die Personen in ihren Zelten schliefen.
Die Polizei rät allen Festivalbesuchern zur absoluten Vorsicht. "Behalten Sie ihr Eigentum im Auge, seien Sie nicht leichtsinnig und lassen sie nichts unbeaufsichtigt in den Zelten zurück", warnt Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg. Selbst beim Schlafen müsse man aufpassen. Schwichtenberg: "Machen Sie es wie Onkel Dagobert: Schlafen Sie am besten auf ihrem Geld."

"Offensichtlich kein Metal-Fan"

Für einen Diebstahl am frühen Donnerstagmorgen in der Zeit zwischen 3.30 Uhr und 3.40 Uhr im Planquadrat PQ C20 liegt eine Täterbeschreibung vor: Das Opfer erkannte einen osteuropäischen Mann, 1,75 Meter groß mit kurzen Haaren und schmächtig gebaut. Eine weitere Zeugin wurde von einem Unbekannten um 4 Uhr mit einer Taschenlampe (Maglite) ins Gesicht geleuchtet. Als die sich bemerkbar machte, verschwand der Mann - vermutlich mit einer weiteren Person. Es handelt sich hierbei um einen 25-35 jährigen, etwa 1,80 Meter großen Mann, der eine osteuropäische Sprache sprach. Er hatte ein kantiges Gesicht ohne Bart, kurze dunkle Haare und war dunkel gekleidet. Der Unbekannte trug ein "Frühcamperarmband", war aber nach Beschreibung der Zeugin "offensichtlich kein Metal-Fan".
Für ebenfalls Donnerstagmorgen um 4 Uhr liegt der Polizei die Anzeige über einen Raub im Ziegeleiweg vor. Der Geschädigte wurde niedergeschlagen und erlitt eine Kopfplatzwunde. Anschließend flüchteten drei Personen mit dem Rucksack, in dem die Geldbörse, der Ausweis, eine geringe Menge Bargeld und ein Handy waren. Die Täter rannten in Richtung Ortsmitte - das Opfer wurde ins Itzehoer Krankenhaus gebracht.

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