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Wacken Open Air 2017 : Wie der Kuhschädel zum WOA-Logo wurde

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Das Logo ist weltberühmt, der Zeichner nicht. Er heißt Mark Ramsauer.

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Die ganze Welt kennt seine Zeichnung, den Mann, der vor 28 Jahren den legendären Kuhschädel erstmals zu Papier brachte dagegen kaum einer. Mark Ramsauer heißt der Zeichner des Wacken-Logos, 46 Jahre alt, aus Hademarschen (Rendsburg-Eckernförde), aber in Wacken aufgewachsen – die Kuh also quasi im Blut. Oder ihr zumindest treu geblieben, dem Zeichnen allerdings nicht: Ramsauer arbeitet als Molkereifachmann in der Breitenburger Milchzentrale in Itzehoe. „Das beruflich zu machen, dazu fehlte mir der Mut.“ Mittlerweile sei er aus der Übung.

Der Mann, der den Bullenschädel erstmals zu Papier brachte: Mark Ramsauer
Der Mann, der den Bullenschädel erstmals zu Papier brachte: Mark Ramsauer Foto: Sagowski

1990 brachte er das Kultlogo an nur einem Abend zu Papier. Ohne Vorlage, einfach aus der Fantasie. Landleben und Metal sollte es vereinen. Die Idee entwickelte er mit Holger Hübner und Thomas Jensen. 1997 wurde das Logo in Stahl gegossen, 2013 durch einen noch größeren ersetzt. Zweieinhalb Tonnen schwer, 12,5 Meter breit und zehn Meter hoch.

Der Schädel selbst besteht aus vier Teilen. Dazu kommt noch die eingebaute Gasanlage, damit der Schädel brennt. „Diese beinhaltet 40 Gasbrenner, 500 Meter Gasschlauch und 500 Meter Kabel. Für den Festivalbetrieb braucht der Schädel vier bis fünf Tonnen Flüssiggas, damit könnte man ein Mehrfamilienhaus das ganze Jahr über gemütlich warm halten“, informiert Manfred Weniger, Pyrotec-Geschäftsführer. Der Aufbau dauert zwei bis drei Tage. Nach dem Festival wird er an einem geheimen Ort eingelagert und gesäubert.

Alle Infos und Artikel rund um das WOA 2017 finden Sie auf unserer Themenseite shz.de/wacken.

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erstellt am 04.Aug.2017 | 11:47 Uhr

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