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Heavy-Metal-Festival : Wacken: Anreisewelle und erste Zwischenfälle

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Das kleine Dörfchen Wacken hat am Mittwoch den ersten Ansturm Tausender Heavy-Metal-Fans erlebt. Unterdessen warnt die Polizei vor Dieben, die bereits unterwegs sind.

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 08:53 Uhr

Wacken | Die große Anreisewelle zum Wacken Open Air (W:O:A) ist bereits am Mittwochmorgen angerollt. Von den Matschpfützen auf den Zeltplätzen hätten sich die meist schwarzgekleideten Gäste nicht stören lassen, sagte ein Polizeisprecher. "Regen wie in der vergangenen Nacht ist in Wacken ja normal."
Rund 900 "Metalheads" rollten mit dem Sonderzug "Metal-Train" und lauten "Wackeeen!"-Rufen im nahen Itzehoe ein. Am Abend sollten die letzten 20 Stunden bis zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag von der örtlichen Feuerwehrkapelle mit Blasmusik eingeläutet werden. Insgesamt werden zum WOA im Kreis Steinburg rund 75.000 Besucher erwartet.

Jugendliche aus ICE geschmissen

Wegen ihres schlechten Benehmens sind 14 junge Heavy-Metal-Fans in Kassel auf dem Weg zum Open-Air-Festival in Wacken bei Itzehoe aus dem Zug geflogen. Die zwölf Jungs und zwei Mädchen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren hatten im ICE geraucht, Reisende angepöbelt und "laute Heavy-Metal-Musik mit anzüglichen Texten" gehört, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch sagte.
Nachdem die Bahn ihnen die Weiterfahrt in diesem ICE verboten hatte, durften die Schweizer und Deutschen jedoch mit einem anderen Zug weiterfahren. Bei einem der Jugendlichen fand die Polizei Marihuana, bei einem anderen ein Messer - gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet.

Wertsachen niemals unbeaufsichtigt lassen

Unterdessen hat die Polizei erste Vorkommnisse auf und vor dem Festivalgelände registriert. Angezeigt wurden mehrere Diebstähle aus Zelten. Entwendet wurde in erster Linie Bargeld - im Einzelfall bis zu 400 Euro. Gestohlen wurden aber auch persönliche Dokumente wie Führerscheine, Fahrzeugscheine, Personalausweise oder Schlüssel.
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, Wertgegenstände unbeaufsichtigt zu lassen. "Tragen Sie ihre Wertsachen am Körper oder schließen sie sie in Fächern ein - der Veranstalter bietet so etwas an", rät Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg.

Mit 1,55 Promille im Auto unterwegs

Dass die Täter auch vor gut gesicherten Einrichtungen nicht Halt machen, verdeutlicht der folgende Fall: Zwischen Montag (21 Uhr) und Dienstag (10.30 Uhr) drangen Unbekannte in den Container einer Filmproduktionsfirma ein und klauten Bargeld in mittlerer vierstelliger Höhe.
Bereits vor dem offiziellen Beginn des Festivals wurden mehrere hiflose Personen von der Polizei aufgegriffen, darunter ein 60-Jähriger, der sich bei einem Sturz ohne Fremdeinwirkung am Kopf verletzt hatte und eine stark alkoholisierte Person, die im Sanitätszelt randalierte. Eine Autofahrerin lenkte ihren Wagen auf einem Parkplatz im betrunkenen Zustand. Sie pustete 1,55 Promille in das Atemalkoholgerät und wird jetzt für längere Zeit auf ihren Führerschein verzichten müssen.

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