Wacken 2015 : So bezwingen Metalheads den WOA-Schlamm

Keine Berührungsangst mit dem Matsch.
Keine Berührungsangst mit dem Matsch.

Springen, Schwimmen, Tragen lassen: Die Festivalbesucher bahnen sich ihren Weg durch den Matsch.

shz.de von
30. Juli 2015, 17:14 Uhr

Der Wacken-Matsch stellt die Festivalbesucher in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Nach dem Staub von 2014 versinken die Metalheads nun teilweise 30 Zentimeter im Morast. „Es sieht aus, als würde ich knietief im Durchfall stehen“, berichtet einer von ihnen. Holzschnitzel und Schlamm-Staubsauger kommen gegen den Schlamm nicht an. Aber die Wacken-Besucher sind erfinderisch und kommen immer an ihr Ziel. Eine Durch-den-Matsch-Stapf-Typologie:

Der Sportliche

Der Sportliche springt einfach über den Matsch.
Althaus
Der Sportliche springt einfach über den Matsch.

Nur Headbangen und Poguen reicht ihm nicht. Der Sportliche hat genug Energie, um die Matsch-Pfützen zu überspringen. Bei diesem Style sind kräftige Oberschenkel und ein gutes Einschätzungsvermögen gefragt: Reicht die Kraft, um über das Schlammloch zu springen? Bei unserem Metalhead auf dem Foto ist alles gut gegangen. Er erreichte eine Rekordhöhe von zwei Metern (mit Anlauf).

Der Schwimmer

Keine Berührungsangst mit dem Matsch.
Althaus
Keine Berührungsangst mit dem Matsch.

Rein in die Scheiße! Das Wasser von oben animiert den Schwimmer dazu, im Matsch seine Bahnen zu ziehen. Er besticht durch Ganzkörpereinsatz und Mut. Manchmal haben ihn aber auch einfach nur die Kräfte verlassen. Da ist es sicherer, sich auf allen Vieren fortzubewegen.

Der Gentleman

Liebe ist, wenn der Mann seine Frau durch den Matsch trägt.
Althaus
Liebe ist, wenn der Mann seine Frau durch den Matsch trägt.

Er schweigt und genießt. Dem Gentleman ist es egal, ob ihm Schlamm in die eigenen Gummistiefel läuft. Hauptsache seine Liebste hört auf zu nörgeln und ist glücklich. Also wird nicht lang überlegt, die Herzdame wird auf Händen durch den Graben getragen. Das ist Liebe!

Die Händchen-Halter

Freunde gehen zusammen durch Dick, Dünn und Matsch.
Althaus
Freunde gehen zusammen durch Dick, Dünn und Matsch.

Egal ob frisch verliebt oder einfach ziemlich beste Freunde: Hand in Hand stapft es sich besser durch den Schlamm. Diese Matsch-Stapf-Typen stützen sich gegenseitig – und wenn doch mal einer fällt, fällt der andere mit. Geteiltes Leid ist halbes Leid!

Die Außenseiter

Am Rand suchen Festivalbesucher den festen Boden.
Dewanger
Am Rand suchen Festivalbesucher den festen Boden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Außenseiter suchen nach dem letzten rettenden Grashalm am Wegesrand. Hier muss doch irgendwo fester Boden zu finden sein… Von Tag zu Tag wird die Chance auf Erfolg allerdings geringer.

Der Storch

Hoch das Bein - in der Hoffnung nicht zu sehr mit Matsch zu spritzen.
Dziwisch
Hoch das Bein - in der Hoffnung nicht zu sehr mit Matsch zu spritzen.

Selbst wenn die Metalheads mit Gummistiefeln und Regenhosen ausgerüstet sind, vor Schlammspritzern ist keiner sicher. Bei jedem Schritt wird die braune Brühe in die Luft geschleudert und landet mit Vorliebe auf der Rückseite der Matsch-Stapfenden. Der Storch setzt deshalb mit Bedacht Fuß vor Fuß und reckt sein Bein dabei besonders weit in die Höhe. Erfolgschance: gering.

Der Mir-Ist-Alles-Egal-Heavy-Metaler

Norden
 

Mit einer Scheiß-egal-Einstellung durchpflügt der Heavy Metaler die Matsch-Pfützen. Spritzer, Ausrutscher, dreckige Mitläufer, alles egal. Dieser Typ schert sich nicht um Eitelkeiten, geht auch gerne barfuß - Hauptsache das Ziel ist schnell erreicht. Dafür gibt es allerdings keine Garantie, denn der MIAEHM ist meistens mindestens leicht angetrunken und legt deshalb den doppelten Weg zurück.

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