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Post Office : Postkarten-Grüße aus Wacken

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Mail- und Parcel-Office in der Heavy-Metal-Stadt: Dank Marco Petersen und seinem Team können sich Fans Gepäck aufs Gelände schicken lassen und persönliche Fotomotive per Post nach Hause senden.

Wacken | Jessica lächelt. Sie ist zufrieden. "Ich habe viele Kollegen, deshalb habe ich mir gerade sieben Postkarten gekauft", sagt sie. Die 23-Jährige ist aus dem badischen Sinzheim zum Wacken Open Air angereist. Sie ist zum ersten Mal dabei. Gerade deshalb hat Jessica ihren Kollegen versprochen, ihnen eine Postkarte aus Wacken zu schicken.
Noch vor zwei Jahren hätte die 23-Jährige ihr Versprechen womöglich nicht einhalten können. "Im vergangenen Jahr haben wir aufgrund der großen Nachfrage vieler Festival-Besucher erstmals Postkarten verkauft", berichtet Marco Petersen. Seit drei Jahren füllt der 37-jährige Itzehoer mit seinem "Mail- und Parcel-Office" eine bis dahin unbesetzte Nische beim Wacken Open Air. In seinem Office bietet Petersen, der ein Versandunternehmen in Elmshorn betreibt, mit seinen drei bis vier Aushilfskräften neben Postkarten und Frankierstreifen mit Wacken-Logo auch einen Gepäckversand an. "Besucher können ihr Gepäck von zu Hause aus hierher schicken lassen oder umgekehrt zum Festival-Ende", sagt Petersen. "Das klingt erstmal nicht viel, aber einige Besucher haben mehrere Pakete verschickt."

Souvenier-Pakete vom Acker

Deutlich besser genutzt wird Petersens Angebot, Pakete vom Festival mit Souvenirs, wie T-Shirts, an Freunde oder Verwandte in die Heimat zu versenden. "Da wollen wir in diesem Jahr die 100-Pakete-Marke knacken."
Aber das unangefochtene Zugpferd seines Shops ist der Postkarten-Vertrieb. "Allein im letzten Jahr wurden rund 1500 Karten verschickt, in diesem Jahr hoffen wir auf 2000." Und auf dem Weg dorthin scheint Petersen gut voranzukommen. Er ist dauerhaft im Stress, hat kaum Zeit, die Fragen des Reporters zu beantworten, weil ständig neue Kunden bei ihm vorbeikommen. Doch Petersen wirkt von der Arbeit nicht gestresst, ganz im Gegenteil: Der 37-Jährige hat stets ein Lächeln auf den Lippen, ist gut gelaunt und macht einen sehr gelassenen Eindruck. "Aus unternehmerischer Sicht ist mein Ziel, mit einer schwarzen Null hier rauszukommen, ich mache das als Itzehoer mehr aus Verbundenheit zu dem Festival." Pro verkauftem Frankierschein spendet Petersen fünf Cent an die Wacken-Foundation. Die meisten Fans wissen davon nichts. Sie freuen sich dennoch, Karten an ihre Liebsten schicken zu können.

Ortsschild nachgebaut

Doch woher rührt dieser Erfolg? Einen wesentlichen Anteil dürften die mit persönlichen Fotos individuell gestaltbaren Kartenmotive haben. "Wir haben ein Ortseingangsschild nachgebaut, vor dem die Fans für ein Foto posen können und es als Karte verschicken", erklärt Petersen. Davon machte Jessica keinen Gebrauch.
Das Mail- und Parcel-Office liegt dieses Jahr in der Nähe der Festival-Band-Ausgabestelle im Servicebereich zu finden. Es ist heute (Freitag) von 10 bis 22 Uhr geöffnet, am Sonnabend von 10 bis 24 Uhr und am Sonntag von 8 bis 12 Uhr.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 09:16 Uhr

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