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Metal-Festival: Wacken Open Air

20. Oktober 2017 | 10:02 Uhr

WOA-Bilanz : Headbanger mit Sonnenbrand

vom

Nach dem WOA ziehen die Veranstalter ein positives Fazit. Die größte Herausforderung für das Produktionsteam war in diesem Jahr der Auftritt von Rammstein.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2013 | 04:12 Uhr

Wacken | "Wetter gut, alles gut", Holger Hübner hatte diese Worte kaum ausgesprochen, als am letzten Tag des 24. Wacken Open Airs ein dicker Platzregen niederging. Der Veranstalter des weltgrößten Heavy Metal Festivals zog zusammen mit seinem Kollegen Thomas Jensen ein durchweg positives Fazit. Es sei wie immer eine große Party gewesen, viele Leute hätten Spaß gehabt. "Mehr wollen wir doch gar nicht."
Größte Herausforderung für das Produktionsteam war in diesem Jahr der Auftritt der deutschen Band Rammstein. 1000 Tonnen Stahl, herangekarrt auf 65 Sattelzügen wurden in der Bühne verbaut, um der Gruppe am Donnerstagabend eine gigantische Show mit viel Pyrotechnik zu ermöglichen. In einer Rekordzeit von fünf Stunden wurde die Rammstein-Technik dann wieder ausgebaut und durch eine komplett neue Lichttechnik ersetzt. Die rund 75. 000 Besucher der Veranstaltung bekamen von all dem nichts mit. Sie kamen vielmehr in den Genuss eines Duetts von Rammstein-Frontmann Till Lindemann und Schlagerstar Heino, um das sich zuvor viele Gerüchte gerankt hatten. In der Musik der Hardrock-Legende Deep Purple vermissten viele eingefleischte Metalheads den Schwung. Der Auftritt des Headliners Motörhead dauerte nur eine halbe Stunde, weil Bandmitglied Lemmy Kilmister angeschlagen war.

Größtenteils friedlich

Die große Hitze machte so manchem Metal-Fan zu schaffen. Sonnenbrände und Kreislaufkollapse waren an der Tagesordnung. Dennoch zählte Dr. Achim Marx vom Sanitätsdienst weniger Patienten als im Vorjahr, die ärztlich versorgt werden mussten. Medienberichte, nach denen harte Drogen auf dem Gelände gefunden und Einsatzkräfte angegriffen worden seien, dementierte er. "Die Kriminalität liegt unter den Zahlen vom letzten Jahr", erklärte der Itzehoer Polizeichef Norbert Trabs. Sie bestehe vor allem in Zeltdiebstählen.
Überschattet wurde die Veranstaltung von einem Todesfall und zwei Schwerverletzten. Ein etwa 50-Jähriger war leblos in seinem Zelt gefunden worden. Grund sei ein Kreislaufversagen, wie Dr. Achim Marx informierte. Der 22-jährige Kieler, der sich bei der Explosion einer Gaskartusche verletzt hatte, schwebe nicht mehr in Lebensgefahr. Auch der Kameramann, der bereits zu Beginn des Festivals in der Wrestling Arena gestürzt und sich den Lendenwirbel gebrochen hatte, werde keine bleibenden Schäden davon tragen.

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