Metal Train : Entspannte Wacken-Fans am Bahnhof

Anreise mit dem Metal Train. Foto: Ruff
Anreise mit dem Metal Train. Foto: Ruff

Das Wacken Open Air beginnt schon im Zug zum Festival - Metal-Fans strömten durch den Bahnhof Itzehoe.

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04. August 2011, 08:08 Uhr

Itzehoe | "Wacköööööön!!!!" Das Kreischen übertönte fast das Tuten der Dampflok, als gestern um 9.45 Uhr der Wacken-Sonderzug auf Gleis 5 des Itzehoer Bahnhofs einlief. Mehr als 800 Fans stiegen aus dem "Metal-Train", der in Stuttgart gestartet war.
Chaos blieb trotz der Bau arbeiten im Bahnhof aus. In Seelen ruhe packten die Fans ihre Sachen - von Schlafsäcken über Bratpfannen und palettenweise Bier bis hin zu Kuriositäten wie einem Tannenbaum - und machten sich auf den Weg zur Bushaltestelle. Die Baustelle in der Fußgänger-Unterführung war abge sichert, Sicherheitskräfte der Bahn und der Bundespolizei standen bereit. Einschreiten mussten sie jedoch nur, um bei schweren Koffern mal mit anzupacken.
Kein Pöbeln, kein Drängeln
Kein Pöbeln, kein Drängeln - gemächlich schob sich die Menge wie eine schwarze Lawine durch den verengten Tunnel. Und wenn einer der Polizisten die Hand hob, um eine Überfüllung zu verhindern, standen alle ohne Murren still.
"Wie immer", stellte Bernd Schindler, Sprecher der Bundespolizei Flensburg, zufrieden fest. Es sei noch ruhiger gewesen als in den Jahren zuvor. "Sie sehen zwar nicht so aus, aber sie sind alle lieb und nett." Über all die Jahre habe es nie Probleme gegeben. Es haben sich sogar Bekanntschaften entwickelt. Mit zwei Schweizern habe es immer ein "lustiges Wiedersehen" gegeben. Diesmal konnte Schindler sie leider nirgends entdecken. "Wenn es auf jedem Festival so friedlich wäre, wäre es toll", sagt Schindler. "Bei den Butterfahrten früher wurde mehr gedrängelt."

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