WOA Straftaten : Die Polizeibilanz für Wacken: Im Großen und Ganzen entspannt

Polizisten kümmern sich um die Sicherheit der rund 75 000 Festival-Besucher in Wacken – in diesem Jahr noch mehr als sonst.
Polizisten kümmern sich um die Sicherheit der rund 75 000 Festival-Besucher in Wacken – in diesem Jahr noch mehr als sonst.

Mit nur rund 175 Strafttaten ist das Metal-Festival dieses Jahr sehr friedlich verlaufen.

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07. August 2017, 14:01 Uhr

Wacken | Nach Angaben der Polizei verlief das größte Metal-Festival der Welt weitestgehend friedlich. Die Beamten waren mit mehreren Hundert Kräften vor Ort. Die Gesamtzahlen zu den Straftaten sind sehr überschaubar und gehen Jahr für Jahr zurück.

Insgesamt verzeichnete Einsatzleiter Sven Adomat bis Samstagnachmittag 175 Straftaten, davon 140 Diebstähle. „Das lässt sich nicht verhindern“, sagte er.

Hinweise auf organisierte Kriminalität gebe es bislang nicht. Auffällig sei, dass die Zahl der Körperverletzungen zurückgegangen sei. Von 20 im Vorjahr auf zwölf beim diesjährigen Festival. So wurde unter anderem ein 26-Jähriger festgenommen, weil er eine Frau mit einem Stock ins Gesicht geschlagen haben soll. Zu einem kuriosen Einsatz wurden die Beamten zudem in der Nacht zu Donnerstag gerufen, als sich ein Besucher über zu laute Musik auf dem Campingplatz beschwerte. Die Polizisten empfahlen ihm Ohrstöpsel, um den Rest des Festivals zu überstehen.

Auch geklaut wurde verhältnismäßig wenig. 140 gemeldete Diebstähle verzeichne die Polizei. 34 davon waren Taschendiebstähle, in 106 Fällen wurden Gegenstände aus Zelten oder Campingwagen gestohlen. „Diese niedrigen Zahlen haben wir nicht zuletzt den vielen Maßnahmen zu verdanken, die in den letzten Jahren gegen Diebstähle getroffen wurden“, sagt Stefan Hinrichs, Pressesprecher der Polizeidirektion Itzehoe. Er erinnere sich noch an Zahlen um die 800 bis 900. „Die vielen Schließfächer und die intensive Strafverfolgung beugen solchen Straftaten vor“, heißt es weiter.

Der Drogenkonsum ging insgesamt ebenfalls zurück. Insgesamt 13 Delikte hat die Polizei dokumentiert - die meisten davon wegen Marihuanakonsums oder -besitzes.

Für ein so großes Festival fiel auch die Zahl sexueller Belästigungen im Vergleich gering aus. Vier Frauen meldeten sich dieses Jahr bei den Beamten.

Die meiste Arbeit bereitete den Beamten die alljährliche und wohl nicht vermeidbare Verkehrssituation. Ansonsten geht die Tendenz zu einem immer friedlicher werdenen Festival.

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