WOA 2018 : Das Metal-Puzzle: So entsteht die Running Order

Sascha Jahn ist an der Planung der Running Order beteiligt.
Sascha Jahn ist an der Planung der Running Order beteiligt.

200 Bands wollen sinnvoll auf drei Tage Festival verteilt werden. Sascha Jahn erklärt, wie der Plan entsteht.

shz.de von
01. August 2018, 14:22 Uhr

Das Wacken-Open-Air – jedes Jahr wieder ein Mega-Spektakel von gigantischen Ausmaßen. Insgesamt spielen in diesem Jahr fast 200 Bands auf acht Bühnen. Da kann man schon mal den Überblick verlieren.

Mit das wichtigste Hilfsmittel ist deshalb die Running Order, die Aufstellung über Auftrittszeiten und Bühnen jeder einzelnen Band, damit der geneigte bierselige Metalhead immer genau weiß, wann und wo seine Lieblingsband denn auftritt.

Aber wie kommt die Running Order überhaupt zustande, und wer ist für sie verantwortlich? „So einfach zu beantworten ist das nicht“, sagt Sascha Jahn von der veranstaltenden Firma „ICS“. „Es sind alle und keiner, denn es arbeiten dafür viele vom WOA-Team zusammen.“

Beteiligt sind die Artist Production, Jahn selbst und weitere Mitglieder der Festival-Produktion. „Es ist ein fließender Prozess, der endgültig erst kurz vor dem Festival fest steht. Das fügt sich wie ein Puzzle zusammen.“

Manche Musiker haben noch andere Jobs

Einige Bands stehen schon direkt nach dem Festival fest, im Laufe des Jahres kommen immer mehr hinzu. Um sie in eine sinnvolle Reihenfolge auf die einzelnen Bühnen zu verteilen, die jedem möglichst gerecht werden, treffen sich die Planer über das ganze Jahr hinweg regelmäßig, zum Festival hin sogar ein bis zwei Mal jede Woche. „Dann besprochen wir, wer wohin passt, wie wir die Auftritte strukturieren und was wir besser machen können.“

Viele Auftritte ergeben sich aus Tourplänen der Bands, die nur ein enges Fenster zulassen, andere sind aus Termingründen in bestimmte Zeiten gezwungen. „Manche Musiker haben noch andere Berufe, denen sie nachkommen müssen.“ So können auch die Bands grobe Wünsche äußern, denen je nach Flexibilität entsprochen wird.

In die dann entstehenden Lücken werden die flexibleren Bands gesetzt – die bekannteren auf die größeren, die weniger bekannten auf die kleineren Bühnen. Mit der Zeit komplettiert sich das Bild dann fast von selbst. „Da es sich um Kommunikation in alle Richtungen handelt, waren die Bands bislang nicht unzufrieden“, so Sascha Jahn.

Schließlich ergibt sich dann die endgültige Reihenfolge auf den einzelnen Bühnen, die auf der Homepage veröffentlicht wird.

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