Wacken Open Air 2018 : Am Feiern gehindert? Polizei erklärt den Fall der Metal-Senioren

Zwei ältere Männer waren am Samstagabend in Wacken aufgegriffen und zurück ins Pflegeheim gebracht worden.

shz.de von
07. August 2018, 15:54 Uhr

Wacken | Zwei Senioren machen sie aus ihrem Altersheim auf den Weg, um in Wacken zu feiern, und werden von der Polizei nach Hause geschickt – dieser Fall sorgte beim Wacken Open Air für reichlich Diskussionsstoff. Sogar die Washington Post berichtete darüber.

 

Im Zuge einer ersten Polizeimeldung gab es in den sozialen Netzwerken Kritik an den Beamten, weil diese die Senioren, die nicht in das Altersheim im Kreis Dithmarschen zurückgekehrt und sich stattdessen auf den Weg zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt gemacht hatten, nicht feiern lassen wollten. Allerdings seien die beiden knapp 60 Jahre alten Männer psychisch krank, wie die Polizeidirektion Itzehoe dem NDR mitteilte.

Demnach habe das Pflegeheim die Polizei eingeschaltet, als die Männer am Freitagabend um 22 Uhr nicht aufzufinden waren. Eine Streife traf die beiden Senioren gegen 3 Uhr nachts in einer Bushaltestelle in Wacken (Kreis Steinburg) an, einer von ihnen lag schlafend auf einer Bank. Laut einem Polizeisprecher hatten sie wohl den letzten Bus verpasst.

Auf dem Festivalgelände selbst seien die Männer jedoch nicht gewesen, auch Tickets hätten sie nicht gehabt. Weil sie auf die Beamten desorientiert und alkoholisiert wirkten, wurden sie in das Sanitätszelt des DRK gebracht. Später brachte ein Taxi die Männer nach einiger Überredungskunst zurück in das Pflegeheim.

 
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