zur Navigation springen

„Friisk Funk“ : Die Friesen haben ihr eigenes Radio

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Friisk Funk“ sendet eine Stunde lang täglich aus dem modernen Studio auf Föhr und spricht die Menschen an der Westküste an.

Alkersum | Dieser Rundfunk sendet nur auf Friesisch: Der „Friis Funk“ erreicht von seinem Studio in Alkersum auf Föhr die Menschen in der Region. Er sendet regelmäßig an Wochentagen von 8 bis 9 Uhr und ist zum friesischen Alltagsradio geworden. Mit aktueller Musik und den Pop-Klassikern, vor allem aber mit Nachrichten und Berichten, die sich mit den Aktivitäten und der Kultur der Friesen befassen.

Die Idee, einen friesischen Radiosender zu gründen, beschäftigte Volkert Faltings seit vielen Jahren. Früh schon tauschte sich der spätere Stiftungsgeschäftsführer darüber regelmäßig mit Otto Paulsen aus, dem Sohn des Ferring-Stiftungsgründers Frederik Paulsen. Mit Unterstützung des Offenen Kanals Schleswig-Holstein (OKSH) konnte das Projekt „FriiskFunk“ endlich realisiert werden. Im September 2010 ging das Radio in den Alkersumer Räumen der Ferring-Stiftung auf Sendung.

Ein hochmodernes kleines Studio war eingebaut worden. Und die einstigen Radio-Amateure Heike Volkerts, Kerrin Ketels, Göntje Braren und Maike Arfsten-Jürgensen waren im Rahmen von Praktika beim NDR zu kundigen Radio-Moderatoren ausgebildet worden. „Friisk Funk“ wird auch von Nicht-Friesen gehört. „Wir richten uns an alle Menschen in Nordfriesland“, erklärt Volkert Faltings. Und wer den Sender nicht unmittelbar über den UKW-Kanal 96,7 empfangen kann, findet über das Internet Zugang zu den Beiträgen.

„Friis Funk“ verfolgt zwei Ziele: So soll die friesische Sprache gefördert werden, zum anderen sollen die Menschen grundsätzlich an das Medium Radio herangeführt werden. Regelmäßig werden Außenstudios, die „Radiokisten“, etwa in Schulen aufgebaut. Und dann wird live, ebenfalls meist auf Friesisch, aus der Schule gesendet. Die Schulungen beim OKSH helfen Lehrern und Schülern, eigene Sendungen zu produzieren, also richtig Radio zu machen. Aus der Alkersumer Ferring-Stiftung hingegen senden nur Profis. Die vier Redaktions-Damen produzieren ihre Sendungen komplett, reisen auch schon mal aufs Festland, um aktuelle Beiträge zu recherchieren.

Ermöglicht wurde die Gründung des Senders durch die finanzielle Unterstützung der Ferring-Stiftung und des Friesenrats – und natürlich durch die Zuweisung der Frequenz 96,7 am Standort Wyk auf Föhr. Auf dieser Welle läuft eigentlich das OK-Radioprogramm Westküste.

Gesucht werden für den „Friisk Funk“ immer auch Bürgerreporter, die ehrenamtlich in friesischer Sprache Beiträge erstellen, live berichten oder die Redaktion mit Informationen versorgen. Die neuen Reporter werden selbstverständlich angeleitet, um ihre Ideen als Rundfunkbeitrag umzusetzen. Neben der technischen Handhabung wird dank medienpädagogischer Unterstützung Einblick in die moderne Medienwelt vermittelt.

Zusätzliche Reporter sind erwünscht. Denn es ist erklärte Absicht, das tägliche Programm von „Friisk Funk“ auf zwei Stunden auszudehnen. „Mal schauen, wann wir das hinbekommen“, so Volkert Faltings.

 

zur Startseite

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 12:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen