Romanfigur von Nordstrand : Das Schicksal der Sigge Paulsen

Sie selbst hatte ein hartes und viel zu kurzes Leben. Dies soll Kindern heute so nicht mehr passieren. Darum bemüht sich die Sigge-Paulsen-Stiftung.

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09. November 2013, 06:00 Uhr

Sigge Paulsen war eine junge Frau, die in der Zeit der Auseinandersetzungen der Konfessionen groß geworden ist. Sie hat zu Beginn des vorigen Jahrhunderts auf der Insel Nordstrand gelebt – und ihr schweres Schicksal war nicht untypisch für die damalige Zeit. Die älteren Nordstrander Bürger können noch heute Zeugnis davon geben. Sigge Paulsen wuchs unter ärmlichen Bedingungen auf. Nach einer schweren Kindheit wurde sie früh Mutter und lebte weiterhin auf der Nordsee-Insel. Da sie alleinstehend war, musste sie ihre vier Kinder alleine versorgen und großziehen. Unter unsäglichen Mühen und bei schlechter Bezahlung führte sie alle möglichen Tätigkeiten aus. Im Alter von erst 36 Jahren kam sie bei dem Bemühen, den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu verdienen, bei einem Unglücksfall ums Leben.

Ihre vier Kinder wuchsen schließlich im Armenhaus in der Nähe vom Hafen Strucklahnungshörn auf Nordstrand auf. Eines der Kinder hat dem ehemaligen Kapitän und jetzigen Buchautor Hans-Harro Hansen schließlich die Geschichte seiner Mutter erzählt. Hansen hat diese Lebenserinnerungen zu einer Novelle verdichtet und schließlich unter dem Titel „Sigge Paulsen“ veröffentlicht. Das Schicksal von Sigge Paulsen – die Armut für sie und ihre Kinder – legte schließlich auch den Grundstein für die gleichnamige Stiftung, die sich vor allem um benachteiligte Kinder von Nordstrand und Nordfriesland kümmert.

Sigge Paulsen – Schicksal einer jungen Nordfriesin, Nordstrand-Uthlande Verlag, 2004

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