Santiano in Göttingen : Endlich wieder Tourleben

Nach dem ESC-Vorentscheid freuten sich die Mitglieder von Santiano über eine Doppelshow im niedersächsischen Göttingen. Dass es gleich zwei Konzerte hintereinander gab, hatte einen großen Vorteil für die Band.

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17. März 2014, 20:44 Uhr

Göttingen | Doppelshow in Göttingen. Und wie schon gesagt: endlich wieder Alltag, endlich wieder normale Menschen, ohne Bussibussi und eingebauter Schulterklopfmaschine. Da merkt man erst, wie sehr einem das Tourleben fehlen kann. Hier wird die Scheiße nämlich noch mit der Hand gebaut ;-)

Schon der Soundcheck knallte wie Hulle in der alten Lokhalle. Eine echt geile Location mit abenteuerlichsten Gangways zu Garderoben und Catering. Am Nachmittag hatten wir Besuch von der kleinen Amelie und ihrer Familie. Die Kleine hat echt harte Zeiten hinter sich und wohl auch noch vor sich. Tapfer steht sie mit ihrer Schwester und den Eltern eine schwere Krankheit durch und wir hatten einen nette Stunde zusammen, dann haben wir uns gegenseitig ordentlich beschenkt und abends war sie mit Familie ins Konzert eingeladen.

Und das lief großartig... es war wieder die "von der ersten Minute an"- Nummer und Göttingen sorgte auf wundervolle Art und Weise dafür, dass wir an dem Abend endgültig wieder angekommen sind und wir uns an den Ausgang der Tage zuvor kaum mehr erinnern konnten. Um auch den allerletzten Erinnerungsfetzen den endgültigen Garaus zu machen, taten wir endlich etwas, dessen wir uns, seitdem wir unterwegs sind, komplett verwehren, ja – was vor lauter Disziplin, Stress und langen Wegstrecken auch gar nicht möglich gewesen wäre.

Wir haben jetzt alle bummelig 60 Konzerte in den Gräten und nie haben wir es geschafft, mal wirklich mit der gesamten Crew zu feiern. Doch hier in Göttingen ist Doppelshow, was bedeutete, daß nach Show-Ende einfach alles stehen und liegen bleiben kann und alle Beteiligten Zeit haben. Weit im Vorfeld hatten wir schon die Hotelbar geblockt und dann haben wir richtig schön gefeiert - Betriebsfest sozusagen. Das war überfällig und goldrichtig... und es wurde sehr spät. Die Letzten sind ins Bett als die Ersten zum Frühstück gingen und irgendwie hab ich nachmittags noch gehlende Schreie und Gewürge aus einem der Zimmer gehört - was für ein Elend. Scheiß Tequila!! 

Ich bin mit Timon nachmittags schon rüber in die Halle, hab mein neues Baby ausgepackt, den ´75 Fender Jazz Bass und dann haben wir stundenlang georgelt auf der Bühne. Nebenbei lief unserem eigenen Public Viewing Bereich - der Halle - auf unseren Großbildleinwänden das HSV Spiel." Super – warum machen wir das nicht immer so?" "Weil wir nicht immer Doppelshows haben, Du Knallkopp!" war die Antwort. Tja – da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Sonst ist einfach nicht die Zeit für solche Mätzchen.

Am Abend hatten dann auch wir quasi unser Rückspiel. Es ging etwas träger an, als noch am Abend zuvor, aber das war auch sicherlich der eher sonntäglichen Stimmung zuzurechnen. Irgendwann ist auch gestern das Publikum ausgetilt. Etwas weniger als vorgestern aber insgesamt, Göttingen – ihr habt uns einen schönen Wiedereinstand in unseren Tournee-Alltag bereitet. Dafür sagen wir Danke!! Und wir können uns jetzt tatsächlich an nichts mehr erinnern; Köln? Eurovisionwas? Vorentsdingsda? Wofür? Wie is´n das überhaupt ausgegangen? Man gut wir waren nicht dabei ;-))) –  Jetzt auf dem Weg nach Leipzig. Die vorerst letzte Show dieses Blocks und morgen gehts es für 3 Tage nach Hause. Zack Ahoi!!!

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