"Schweinsgeige" als neues Clubheim geplant : Razzia: Geldwäsche-Verdacht bei Clubheim-Kauf

Auch auf Facebook ist die 'Schweinsgeige' vertreten. Screenshot
Auch auf Facebook ist die "Schweinsgeige" vertreten. Screenshot

Das Landeskriminalamt hat eine Gaststätte bei Kiel durchsucht. Sie sollte offenbar als neues Vereinsheim der in Kiel verbotenen "Hells Angels" dienen.

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18. August 2012, 01:58 Uhr

Kiel | Razzia in der "Schweinsgeige": Die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt (LKA) haben die Gaststätte nahe Kiel durchsucht. Die Betreiber stehen im Verdacht, dass sie die Gaststätte an Mitglieder der in Kiel verbotenen "Hells Angels" verkaufen wollten. Hierzu sollen Bargeldzahlungen aus der Vereinskasse der Rocker ohne einen formell vorgeschriebenen notariellen Kaufvertrag an die Eheleute geleistet worden sein, um die Finanzströme und die tatsächlichen Vermögensverhältnisse zu verschleiern. "Diese Gelder dürften nach derzeitigem Kenntnisstand aus Straftaten stammen", teilt LKA-Sprecher Stefan Jung mit. Es werde wegen Verdachts der Geldwäsche gegen den ehemaligen 71-jährigen Betreiber der "Schweinsgeige", seine 69- jährige Frau sowie den 65-jährigen Steuerberater aus dem Kieler Umland ermittelt.
Der in Kiel verbotene Rockerclub "Hells Angels" hat offenbar versucht, die Gaststätte nahe Kiel zu kaufen, um dort ein neues Clubheim zu eröffnen. Das vermutet das LKA. Finanzermittler hatten nach dem Verbot des Rockerclubs im Januar dort sichergestellte Unterlagen ausgewertet und Finanzströme im Zusammenhang mit dem möglichen Ankauf der Gaststätte analysiert.
"Mit den Durchsuchungen sollen die Abläufe und Hintergründe um den beabsichtigten Erwerb der Schweinsgeige weiter aufgehellt werden", so Jung. Insgesamt wurden am Donnerstag fünf Wohn- und Geschäftsobjekte im Großraum Kiel durchsucht.

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