Verdacht: Auftragsmord : Ermittlungen gegen "Hells Angels"-Chef eingestellt

Die 'Hells Angels' lösten ihren in Deutschland tonangebenden Ortsclub in Hannover im Juni 2012 auf. Foto: dpa
Die "Hells Angels" lösten ihren in Deutschland tonangebenden Ortsclub in Hannover im Juni 2012 auf. Foto: dpa

Ein Aussteiger beschuldigte den Ex-Chef der "Hells Angels" in Hannover: Frank Hanebuth habe die Ermordung eines Mannes in Kiel angeordnet. Die Staatsanwaltschaft Kiel konnte das nicht nachweisen.

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27. April 2013, 07:15 Uhr

Hannover/Kiel | Er galt als Drahtzieher eines möglichen Auftragsmordes - jetzt sind die Ermittlungen gegen den Ex-Chef der Hells Angels in Hannover, Frank Hanebuth, eingestellt worden. Das sei mangels eines Tatnachweises geschehen, teilte die Staatsanwaltschaft in Kiel am Freitag mit. Ein Aussteiger aus der Rockerbande hatte Hanebuth als Zeuge vor Gericht beschuldigt, grünes Licht für die Ermordung eines seit drei Jahren vermissten Türken in Kiel gegeben zu haben. Die Polizei hatte erfolglos nach der angeblich in einer Lagerhalle einbetonierten Leiche des vermutlich ermordeten Mannes gesucht.

Nach wachsendem Druck durch Polizei und Politik hatten die "Hells Angels" ihren in Deutschland tonangebenden Ortsclub in Hannover im vergangenen Juni aufgelöst. Hanebuth zog sich nach eigenem Bekunden aus dem zuvor von den Rockern dominierten Rotlichtviertel der Landeshauptstadt zurück.

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