Claus Ivens : Engagiert für das Überleben einer Art

Claus Ivens. Foto: hun
Claus Ivens. Foto: hun

Claus Ivens (70) aus Kotzenbüll setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der seltenen Trauerseeschwalbe ein.

Avatar_shz von
17. Oktober 2011, 11:36 Uhr

Eng verbunden mit der seltenen Trauerseeschwalbe ist der Name Claus Ivens. Der 70-jährige Landwirt aus Kotzenbüll setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz des zierlich-eleganten Fliegers auf Eiderstedt ein. Er baut ihm Nisthilfen, schützt seine Brutplätze, sorgt für Nahrung und lenkt immer wieder die Aufmerksamkeit von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf die Nöte des vom Aussterben bedrohten Vogels. Schon als Schüler begann sich Claus Ivens für die Trauerseeschwalbe zu interessieren. "Es hat mich beeindruckt, wie angriffslustig diese kleinen Vögel waren, wenn man ihren Kolonien zu nahe kam. Da wurde einem schon mal die Mütze vom Kopf gerissen." Stunde um Stunde ehrenamtlicher Tätigkeit hat er inzwischen für die Vogelart geleistet - ob draußen in der Natur, im Büro oder in Amtsstuben.
Eng verbunden damit ist sein Engagement für die traditionelle Grünlandbewirtschaftung. Denn davon profitieren Vögel, Insekten und Fische und damit auch die Trauerseeschwalbe ganz entscheidend, wie er sagt. Monokulturen wie endlose Maiswälder, aber auch Ökosteppen sind ihm ein Gräuel. Als Mann der Praxis entwickelte Claus Ivens Mitte der 1980er-Jahre das erste Vertragsnaturschutzprogramm "Wiesenvogelschutz" mit und betreut seither die Nachfolgeprojekte auf Eiderstedt: "Wir müssen den Landwirt in der Landschaft halten, damit das Land in einem guten Zustand bleiben kann."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker