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Jan Caro : Eine unermüdlich schaffende Seele

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Jan Caro blickt auf 22 Jahre zurück, in denen er sich als Kassenwart und Geschäftsführer für den "Verein zu Hilfe Krebskranker in Ostholstein" engagiert hat.

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erstellt am 07.Dez.2012 | 01:31 Uhr

Eutin | "Mein ehemaliger Chef, Rolf Werner, hatte mich für diese Aufgabe einfach ,verhaftet", erinnert sich Jan Caro daran, wie er 1990 zu dem damals jungen "Verein zur Hilfe Krebskranker in Ostholstein" kam. Heute blickt der 72-jährige auf 22 Jahre zurück, in denen er als Kassenwart und Geschäftsführer die unermüdlich schaffende Seele des Vereines war - und das ohne persönliche Betroffenheit.
Geboren 1940 in Fissau, besuchte Johann Heinrich Caro, so der Taufname, die Volkasschule in Fissau und absolvierte eine Lehre bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) zum Sozialversicherungsfachangestellten. Nur vom Wehrdienst unterbrochen blieb Caro der AOK treu, anfangs 25 Jahre in Eutin, danach in Oldenburg, die letzten drei Jahre bis zum Ruhestand 98 im Controlling in Raisdorf.

Sein Beruf brachte ihm bei der Betreuung von Krebspatienten einen unschätzbaren Fundus an Kenntnis, wie oder wo jemand für seine jeweiligen Notlagen am besten Hilfe bekommen kann. Und wenn das bei offiziellen Stellen nicht mehr ging, sprang der Krebshilfeverein ein.
Caro investierte viel Zeit unentgeltlich in regelmäßige Sprechstunden für Krebskranke und Angehörige, vermittelte alle denkbaren Hilfen, betreute krebskranke Kinder und Erwachsen, organisierte und betreute Sportgruppen für Krebskranke, erfüllte die Aufgaben in der Geschäftsstelle des Vereins und war darüber hinaus bei der Werbung von Spendern und neuen Mitgliedern ungemein erfolgreich. "Durch seinen Einsatz konnten die Ziele des Vereins in überaus eindrucksvoller Weise verwirklich werden", hieß es vor vier Jahren bei einer Ehrung, die der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Töchtern (zwei Enkelkinder) durch den Kreis Ostholstein erfuhr.
Vor zwei Jahren hat Caro die Kassengeschäfte abgegebene, dieses Jahr zieht er sich als Geschäftsführer zurück, steht dem Verein aber als Aushilfe bereit. Nun möchte er mit seiner Frau auch mal spontan vereisen, ohne auf den "Dienstplan" zu schauen. Und er hat einen weiteren triftigen Grund, sein Engagement zurückzufahren: "Ich bin dünnhäutiger geworden, ich kann vieles nicht mehr so ab, viele Sachen kommen zu dicht an mich ran."

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