Menschen des Jahres : Egon Mordhorst

Egon Mordhorst
Egon Mordhorst

Ohne Egon Mordhorst gäbe es die Mühle "Anna" wahrscheinlich so nicht mehr. Seit elf Jahren ist er Vorsitzender des Vereins für Museums- und Chronikarbeit Rieseby.

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06. Oktober 2011, 06:43 Uhr

Die Mühle "Anna" kennt Egon Mordhorst (76) wie seine Westentasche. Als Kind schon kletterte er durch ihr Gebälk und lernte bei seinem Großvater August und seinem Vater Ludwig Mordhorst das Müllerhandwerk kennen. In diesem Jahr feierte die Mühle ihr 100-jähriges Jubiläum. Das verdankt sie auch Egon Mordhorst, der als Vorsitzender seit dem Jahr 2000 die Geschicke des Vereins für Museums- und Chronikarbeit Rieseby lenkt.
Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Wilhelm Bonnmann übernahm Mordhorst als sein Stellvertreter den Vorsitz. Der aus der Arbeitsgemeinschaft entstandene Verein kümmert sich seit 1997 um die Pflege der Mühle "Anna" und die Präsentation historischer Handwerke und Arbeitstechniken in einem Heimatmuseum.
Für sein ehrenamtliches Engagement ist Egon Mordhorst im Januar mit der Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet worden.
Der Einsatz für den Erhalt der Mühle ist für Mordhorst auch eine Art Verpflichtung, sagt er. Dort habe er eine schöne Kindheit erlebt. 1950 bis 1953 lernte er den Beruf des Müllers in Eckernförde. 1970 aber schlug er die Möglichkeit aus, die Schrot-Mühle fortzuführen. Die Familie war froh, die Verantwortung für die Mühle abzugeben.
Inzwischen trägt er mit dem Verein wieder Verantwortung für die Mühle. "Das ist wie ein Bumerang", sagt Egon Mordhorst, der betont, dass das alles nur Dank der Mitstreiter an seiner Seite möglich ist. Das größte Lob für ihn sei, wenn viele Besucher Station machen, und sich an den Ausstellungen und den Präsentationen auf dem Mühlengelände erfreuen.

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