Rückblick : Die Menschen der Jahre 2002 bis 2006

Sie glänzen durch Unternehmensgeist, Wohltätigkeit und Zivilcourage: Die bisherigen Menschen des Jahres im Überblick.

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30. November 2007, 02:26 Uhr

Mensch des Jahres 2002: Günther Fielmann
Ökologie und Naturschutz, Bildung und Kultur - diese Bereiche unterstützt "Brillenkönig" Günter Fielmann mit seinem Vermögen. Dafür wurde der Plöner 2002 zum Mann des Jahres gewählt - als erster Schleswig-Holsteiner bekam er diese Auszeichnung vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z). Projekte hier im Land sind Fielmann die liebsten. "Um der Natur und der Umwelt zu helfen, habe ich auch schon einmal etliche Quadratkilometer Regenwald gekauft. Aber da kann ich mich nicht selbst einbringen, nicht mit denen, die ich unterstütze, direkt reden", sagte der Mäzen in einem sh:z-Interview.
Mensch des Jahres 2003: Hannelore Klausutis
Sie bewies Zivilcourage - und wurde von den Schleswig-Holsteinern geehrt. Durch das beherzte Eingreifen der Lübeckerin konnte sie ein achtjähriges Mädchen vor Übergriffen durch Pädophile retten und so vor schweren physischen und psychischen Schäden bewahren. Als Klausutis von ihrem Wohnzimmer aus bemerkte, dass zwei Männer das Kind auf einem Spielplatz bedrängten, sah sie nicht tatenlos zu. Sie rief die Polizei, folgte der Gruppe bis zu einer Wohnung und rettete das verängstigte Mädchen. Die Männer wurden festgenommen, einer war wegen pädophiler Neigungen bereits bekannt.
Mensch des Jahres 2004: Harald Striewski
In der eigenen Garage baute er seinen ersten Wohnwagen - in Fockebek bei Rendsburg betreibt er heute einen "Weltkonzern": Harald Striewski ist Inhaber der "Hobby"-Unternehmensgruppe. 2003 war das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Eigentlich wollte Striewski mit 65 Jahren seinem Betrieb den Rücken kehren. Als er bei seiner Auszeichnung 67 war, dachte er noch immer nicht ans Aufhören. "Diese Ehrung gibt mir zusätzliche Kraft und Ansporn, weiterzumachen", sagte Striewski im Interview. Noch immer ist er als Ingenieur aktiv an der Entwicklung neuer Camping-Ausstattung beteiligt. Seine Auszeichnung sieht er als "eine Art Anerkennung für meine Unternehmensführung" an.
Mensch des Jahres 2005: Rolf Heidenberger
Er ist seit 1990 Initiator der größten ehrenamtlichen Benefizgala in Deutschland - Rolf Heidenberger. Der Geschäftsführer der Edeka-Fleischwerke Nord und Feuerwehrmann hat mit "Appen Musiziert" einen Selbstläufer auf die Beine gestellt, um Geld für krebskranke Kinder zu sammeln. Die erste Veranstaltung 1990 brachte 5300 Mark für den guten Zweck ein. Im Oktober 2005 kam die Rekordsumme von stolzen 353.452 Euro zusammen. Die Leser der Zeitungen des sh:z würdigten Heidenbergers Engagement, indem sie den Mann aus Appen bei Pinneberg wählten.
Mensch des Jahres 2006: Hans-Joachim Miertsch
Niedergelassen ist der Augenarzt in Eckernförde. Doch Hans-Joachim Miertsch hat noch eine zweite Praxis: in Tansania. Im Tropenhospital von Kibosho behandelt er die Einheimischen und kämpft gegen den Grauen Star. Ehrenamtlich. Seinen Jahresurlaub verbringt er mit seiner Frau Ingrid seit 2004 im afrikanischen Urwald. "Mit wenig Geld kann man hier viel bewegen", sagte Miertsch mit Blick auf seine Arbeit in der Dritten Welt. Seine Auszeichnung nahm er "stellvertretend für all jene Kollegen entgegen, die sich in anderer Weise in der Dritten Welt engagieren".

Die Ehrung 2006
Die Auszeichnung "Mensch des Jahres 2006" wurde Hans-Joachim Miertsch im feierlichen Rahmen im sh:z-Druckzentrum Büdelsdorf überreicht. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hob dabei die Wichtigkeit des Ehrenamtes hervor: "Es ist der Kit, der diese Gesellschaft zusammenhält."

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