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Uwe Tiedjen : Der Mentor einer ganzen Sylter Musiker-Generation

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Uwe Tiedjen ist Organisator des Henner-Krogh- Förderpreis und gibt jungen Musikern die Chance iher Musik zu präsentieren.

Obwohl er selbst kaum mehr als ein paar Gitarrengriffe und Schlagzeugrhythmen beherrscht, ist Uwe Tiedjen (55) der Mentor mehr als einer Generation Sylter Nachwuchsmusiker. Als Organisator des Henner-Krogh-Förderpreises, der auf der Insel längst Kultstatus besitzt, hat der Sozialpädagoge in 20 Jahren über 300 junge (oder jung gebliebene) Musiker auf die Bühne geholt und ihnen die Chance auf einen großen Auftritt vor vollem Haus sowie ein beachtliches Preisgeld gegeben.
Auch wenn dabei nicht jedes Jahr künftige Bühnenstars wie Ina Müller entdeckt werden, sie gewann 1994 an der Seite von Edda Schnittgard den Förderpreis, so ist das Potenzial an Talenten doch ungewöhnlich groß. Wobei es Tiedjen weniger um die Talentsichtung geht, als um die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen: "Sich der Herausforderung zu stellen, vor ein paar hundert Leuten aufzutreten, konsequent an sich zu arbeiten und vielleicht über sich selbst hinauszuwachsen - diese Erfahrung bringt jeden weiter."
Mit seiner kontinuierlichen Arbeit, von der ihn selbst eine schwere Erkrankung vor einigen Jahren nicht abbringen konnte, setzt Tiedjen das um, worum es dem Ehepaar Frauke und Henner Krogh sen. ging, als es nach dem Selbstmord des Sohnes Henner jr. 1986 den Förderpreis ins Leben rief. 1991 übernahm Tiedjen - damals noch Jugendpfleger der Stadt Westerland - die ehrenamtliche Organisation. Seit dem Tod der beiden werden der Förderpreis und viele Maßnahmen zur Förderung des musikalischen Nachwuchses durch die Henner-Krogh-Stiftung finanziert, deren Kuratorium Tiedjen vorsitzt.
Ohne diese finanzielle Grundlage würde es den Preis vermutlich genauso wenig geben, wie ohne das Engagement eines Uwe Tiedjen, der ganz nebenbei unter anderem auch noch seit 15 Jahren Vorsitzender des Reha-Forschungsvereins der Fachklinik Sylt ist, der Verfahren zur Krankheitsbewältigung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen entwickelt.

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erstellt am 04.Nov.2011 | 04:51 Uhr

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