zur Navigation springen

Mediengrummel : Woher kommt das kleine iPad?

vom

Sexuelle Aufklärung war gestern. Heute müssen unsere Kleinen erst einmal übers Internet Bescheid wissen. Unser Kolumnist Gerhard Hildenbrand gibt einige Tipps.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2013 | 05:45 Uhr

Wenn Kinder im Milchzahnalter in Facebook-Foren diskutieren, ob man bei Google-SketchUP ein 3D-Schwesterchen oder Brüderchen erzeugen und über Amazon ins Haus liefern lassen kann, dann haben die Eltern alles richtig gemacht. Gut, die Sache mit der Bienchenbestäubung und dem Klapperstorch muss bei Gelegenheit noch einmal nachgearbeitet werden.
Aber dass die Kleinen wissen, wozu das Internet da ist, können die Eltern als großen Erziehungserfolg abbuchen. Vielleicht haben sie instinktiv richtig gehandelt, vielleicht haben sie aber auch auf einen gehört, der es wissen muss - Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt. Der sagt, dass Kinder sich früher in sozialen Netzwerken äußern, als es ihrer Entwicklung entspräche. Daher müssten sie heute eher über den Gebrauch des Internets als über Sex aufgeklärt werden. Bekanntermaßen haben jedoch viele Eltern Hemmungen, mit ihren Sprösslingen ungezwungen darüber zu sprechen, wie das erste Notebook in die Familie kam. Und wenn Papa und Mama davon erzählen, wie sie einst dank Boris Beckers Ausruf "Ich bin drin!" zusammen ins Internet vorgedrungen sind, bekommen sie heute noch rote Ohren. Dabei sollte es Eltern nicht peinlich sein, Fragen nach dem Wie und Woher offen zu beantworten. Kinder die nicht aufgeklärt werden, können nämlich leicht verklemmte Ansichten und schräge Verhaltensweisen entwickeln. Falls Kinder nicht von sich aus nach Erklärungen fragen, sollten Eltern das Thema ruhig selbst ansprechen. Ein guter Anknüpfungspunkt für ein Aufklärungsgespräch kann beispielsweise sein, wenn die Post ein kleines iPad ins Haus bringt, das weder Papa noch Mama bestellt haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen