zur Navigation springen
Mediengrummel

17. Oktober 2017 | 15:48 Uhr

Mediengrummel : Trennungstrübsal

vom

Das neue Medienjahr scheint das Jahr der spektakulären Trennungen zu werden. Das stürzt nicht nur unseren Kolumnisten Gerhard Hildenbrand in eine Sinnkrise.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2013 | 09:32 Uhr

Wer nur hat den Medien "alles Gute" fürs neue Jahr gewünscht? "Gutes" ist für die Medien bekanntlich "Schlechtes" und so gesehen hat das Jahr für einige Paare hundsmiserabel, für die Medien dagegen bestens begonnen. Ein Traumpaar nach dem anderen trennt sich. Die van der Vaarts haben endgültig handfestes RTL2-Seifenoper-Niveau erreicht, die Wulffs hat der Fahrstuhlführer der "Bild"-Zeitung persönlich im Tiefparterre ausgeladen, Depardieu trennt sich von Frankreich und flieht vor den Steuereintreibern nach Russland. Seine Landsfrau Bardot überlegt ebenfalls, ob sie bei Tierfreund Putin unterschlüpfen soll. Der reichste Franzose liebäugelt angeblich mit einem Umzug nach Belgien.
So viel Trennung macht Sabine Christiansen trübselig, wie sie in einem Beitrag für das Klatschblatt "Gala" verrät. Die Älteren unter uns kennen sie vielleicht noch aus der Vorabversion dessen, was heute als Günther Jauch sonntäglich auf dem Bildschirm flimmert. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte ihr nach der letzten Sendung ein tief durchgeatmetes "Ach, Frau Christiansen!" hinterher geschrieben. Jetzt durfte die nebenberufliche UNICEF-Botschafterin vom Tisch der Reichen und Schönen in Paris berichten: "Aufreger bei jedem Dinner ist seit Wochen die Art und Weise, in der Sozialist Hollande die gut verdienende Klasse frappiert." Oh mon dieu! Der Geldadel an der Seine muss vor der Steuer-Guillotine flüchten! "Es wird spürbar leerer in meinem Pariser Freundeskreis", lamentierte Frau Christiansen. Bleibt ihr am Ende nur noch ihr Regierender Party-Meister an der Spree? Ob der allerdings bald aus Berlin fliehen muss, weiß auch noch keiner.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen