zur Navigation springen
Mediengrummel

19. August 2017 | 07:53 Uhr

Mediengrummel : Man trifft sich

vom

Die fußballfreie Zeit ist zu Ende. Auch für die VIPs. Sie müssen nun nicht mehr nach Sylt oder in die Alpen ausweichen, meint unser Kolumnist Gerhard Hildenbrand.

Unten im Stadion wird endlich wieder richtig gekickt, eine Etage höher inszenieren sich die Fans fürs Fernsehen und mittig oben trifft man sich in den edlen VIP-Logen. Hier sitzen die Leute, "denen wir das Geld aus der Tasche ziehen", Leute, die "Euch alle finanzieren", belehrte Herr Hoeneß einst die Bayern-Fans. In den fußballkargen Wochen allerdings müssen diese VIPs schon mal zum Krebsschwanzessen nach Sylt ausweichen oder zum Stanglwirt in die Kitzbüheler Alpen. Dort im "Camp Beckenbauer" parlieren Sport mit Geld und beide mit den Medien. Der Blatter-Sepp verrät dabei den 150 Auserwählten, dass es in Katar im Sommer ziemlich heiß ist und er deshalb die Fußball-WM 2022 in den Winter verlegen wird. Das Endspiel soll am 18. Dezember stattfinden, meldet die Deutsche Presseagentur. Event im Advent, Rudelgucken auf dem Weihnachtsmarkt, im lammfellgefütterten Spieler-Trikot, und zu Beginn jeder Fernsehübertragung schmettern hundertausende Glühweinschluckspechte mit den Regensburger Domspatzen "O du Fröhliche". La Ola um den Weihnachtsbaum!
Noch eine visionäre Erkenntnis vom alpenländischen "Weltwirtschaftsgipfel des Sports": Franz Beckenbauer betet für Herrn Bach, auf dass dieser der nächste Präsident des IOC werde, verrät er der BILD. Einen Auftrag gibt er ihm gleich mit: Der Ringkampf muss olympisch bleiben. Begründung: Als Kind sei er jeden Samstag beim Ringen in München-Giesing gewesen. Jetzt sinniert die Sport-, Geld- und Medien-Hautevolee, was ein IOC-Präsident Bach wohl macht, wenn dem Franz auch noch einfällt, dass er als Bub sonntags immer mit Murmeln gespielt hat? Für Gesprächsstoff in den VIP-Logen ist gesorgt.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2013 | 05:03 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen