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Mediengrummel

22. Oktober 2017 | 05:34 Uhr

Mediengrummel : Halber Kram

vom

Es gibt gute Ansätze im Privatfernsehen, meint unser Kolumnist Gerhard Hildenbrand. Er wünscht sich allerdings von RTL und den anderen ein bisschen mehr Konsequenz.

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2012 | 01:51 Uhr

Oft sind die Leute vom Privatfernsehen mit ihren Sendungen auf dem richtigen Weg. Das Problem ist nur, dass sie ihn nie zu Ende gehen. Warum schicken sie eine Horde Witzfiguren in den Dschungel, wenn sie hinterher doch alle wieder rausholen? Warum sperren sie ein paar Exhibitionisten in einen Container und verzichten dann auf die nachfolgende Sicherungsverwahrung? Halber Kram im Privatfernsehen, wo man hinschaut. "Schlag den Raab", fordert man die Zuschauer auf. Aber niemand darf ihn so verhauen, dass es ihm ein für allemal vergeht, den nächsten Schlagerwettbewerb zu produzieren. Noch nie ist gegen Angeklagte in einer Gerichtsshow lebenslanges Fernsehverbot verhängt worden. Obwohl das angebracht wäre. Stattdessen muss man damit rechnen, die Delinquenten zum Täter-Opfer-Ausgleich bei Bohlens nächster Veranstaltung wiederzusehen.
Jetzt stehen gleich zwei neue Sendungen mit RTL-Lieblingen bevor. Ein Frisör aus Berlin ist dabei und ein Akteur mit dem Vornamen Jimi Blue. In "Total Blackout - Stars im Dunkeln" werden die C-Promis laut RTL "in völliger Finsternis" gelassen. Auch Roberto Blanco darf bei dem "Blackout" mitmachen. Wahnsinns Einfall! Zu befürchten ist leider, dass die Akteure aus dem Dunkelarrest zurück ins Scheinwerferlicht kehren. Denn wenige Tage danach werden "in Star Race sechs Promis am anderen Ende der Welt ausgesetzt", verspricht RTL. Eigentlich erfreulich. Jimi Blue darf auch wieder mitmachen, diesmal mit Jenny und Mirja. Ärgerlich ist nur, dass die Teilnehmer bestimmt nach Deutschland zurückfinden. Wo wahrscheinlich schon ein paar Fernsehproduzenten mit neuem Kram auf sie warten.

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