zur Navigation springen

Mediengrummel : Cheerio und Schkoll!

vom

The same procedure as last year ...? Dieses Jahr bestimmt, aber unser Kolumnist Gerhard Hildenbrand fragt sich, was es wohl nächstes Silvester bei der ARD geben wird.

Geschafft! Mit der Kanzelrede nach der Tagesschau können wir das alte Jahr abhaken. Frau Merkel wird zwar keine 98 Prozent Einschaltquote bekommen, aber die servilsten Anhänger dürfen der Chefin noch einmal ausgedehnt applaudieren. Wenn sie die sieben Minuten und 45 Sekunden vom Harmonie-Parteitag erneut schaffen, können sie sich bis in den anschließenden ARD-"Silvesterstadel" klatschen.
Derweil feiern die Genossen, dass sie für ihren Anführer noch viel ausschweifender geklatscht haben, nämlich elf Minuten. Deswegen erwarten sie, dass die nächste Silvesterfernsehansprache vom erfahrensten Redner aus ihren Reihen gehalten wird. Vielleicht sogar mit dem Pussy-Riot-Chor des DGB Hannover? Das wäre eine schöne Geste, traute sich die Sangestruppe doch beim SPD-Krönungsparteitag, ohne buntgehäkelte Kopfkondome aufzutreten, obwohl ein hochrangiger Putin-Freund in der ersten Gästereihe saß.
Es könnte Silvester 2013 aber auch ganz anders kommen. Nach der ARD-Tagesschau läuft ein 18-Minuten-Sketch, dessen Handlung schnell erzählt ist: Miss Angie feiert ihr gefühlt 90. Regierungsjahr. Wie jedes Jahr lädt sie vier Freunde zum Dinner ein. Diesmal sind Sir Guido, Mr. Brüderle, Mr. Rösler und Admiral von Niebel dran. Weil die vier politisch längst tot sind, muss Butler Jürgen ihre Rollen übernehmen. Der erfüllt als Kellner in grünem Livree gern alle Wünsche von Miss Angie, stolpert aber beim Servieren elfmal über den Kopf eines ausgelegten Tigerfells. Cheerio und Schkolll! Die Fernsehrepublik juchzt! Bis auf ein paar Genossen, die meinen, dass ihr unterlegener Spitzenkandidat es wirklich nicht verdient habe, in einem Silvester-Sketch als Vorleger zu landen.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Dez.2012 | 06:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen