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Mediengrummel : „Aus“ für Wowereit?

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Wollen Sie sich abheben vom Durchschnitt? Dann ändern Sie doch einfach Ihren Vornamen. Andere machen das auch, meint unser Kolumnist Gerhard Hildenbrand.

shz.de von
erstellt am 17.02.2014 | 06:00 Uhr

Was tun Mann und Frau nicht alles, um aufzufallen. Manchen hilft bei der Selbstvermarktung eine schlichte Namensänderung. Fernseh-Moderator Dieter Mohr wechselte einfach seinen Vornamen, nannte sich fortan Max und schon fand sich sein Foto in allen Zeitungen wieder. Die Grünen-Politikerin Franziska Maria Keller mag ihren Namen wohl auch nicht. Zugegeben, das Wort Keller weckt auf dem Weg nach oben nicht die besten Assoziationen. Aber die Vornamen der Europaabgeordneten sind doch passabel. Sie selbst findet das offenbar nicht. Deshalb nennt Franziska sich einfach "Ska". Die Medien übernehmen die fixe Idee bereitwillig, als handele es sich bei "Ska" um ein neues Sternchen in den Pop-Charts. Eine grüne Kollegin in der Provinz hadert mit ihrem Vornamen Erika und firmiert seit Jahr und Tag unter dem Künstlernamen "Eka". Eine rote Ministerpräsidentin im Süden will nicht Maria Luise heißen und nennt sich "Malu", eine Ministerin im echten Norden hat sich den unechten Namen "Wara" zugelegt, was immer der bedeuten soll.

Vielleicht fällt demnächst in den Nachrichten der Name "Skus", wenn vom Pop-Papst die Rede ist. Klingt einfach witziger als Franziskus, hahaha! Gut möglich, dass auch die Roth Claudia auf den Drei-Buchstaben-Witz ihrer politischen Freundinnen anspringt. Warten wir also auf die große "Dia"-Show. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit und der qualmende Uraltkanzler wird bei Maischberger mit "Mut" Schmidt angekündigt, was immerhin als Kompliment verstanden werden könnte. Dass aber der Flughafenkünstler Klaus Wowereit bald freiwillig unter dem neuen Rufnahmen "Aus" auftritt, ist eher unwahrscheinlich.

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