Made in SH : Kult bis in die Fußspitzen

Sylter Hüttenwunder: Die Sansibar vermittelt ein besonderes Urlaubs- und Lebensgefühl.
Sylter Hüttenwunder: Die Sansibar vermittelt ein besonderes Urlaubs- und Lebensgefühl.

Sie hat Kultstatus: Die Sansibar auf Sylt lockt viele Besucher auf die Insel Sylt. Nun gibt es auch Schuhe der Edelmarke.

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15. Mai 2009, 03:46 Uhr

"Die Prominentenbar Sansibar auf Sylt mausert sich zu einem kleinen Handelskonzern", bemerkte jüngst eine Zeitung. Damit hat das Blatt nicht nur recht, sondern auch genau das beschrieben, was Sansibar-Besitzer Herbert Seckler erreichen will. Sein Restaurant lockt jährlich hunderttausende von Besuchern, weil er erreicht hat, was andere gern wären: Kult.
In den gut 30 Jahren seit Eröffnung der Sansibar hat der fleißige Schwabe Seckler nicht nur täglich 16 Stunden und mehr geschuftet, er hat seinen Gästen vor allem das Gefühl gegeben, willkommen zu sein und in seiner Hütte die Seele baumeln lassen zu können. Die Mischung aus Herzlichkeit, Bodenständigkeit und kulinarischen Qualitäten, ließ die Sansibar zum Sehnsuchtsziel vieler Sylt-Urlauber werden.
Dass darunter auch viele Promis sind, ist nicht bevorzugter Behandlung, wohl aber dem Bedürfnis dieser Spezis zu verdanken, auch mal ganz entspannt eine gute Currywurst mit leckeren Bratkartoffel oder ein feines Glas Wein zu trinken. Klar, man kann auch Champagner und Kaviar ordern, aber das hat nicht den Kult erzeugt, das Sylter Hüttenwunder ausgelöst. Die Sansibar erzeugt bei vielen Menschen schlicht ein positives Lebensgefühl – egal, ob sie eine Suppe für fünf Euro genießen oder den Steinbutt für 40.
Und weil sich jung und alt, Normalverdiener und Spitzenmanager gleichermaßen
von dem Spirit der Sansibar verzaubern lassen, funktioniert der Verkauf von Produkten, die man außer Haus verspeisen, trinken oder sogar anziehen kann.
Ob Weine, Tücher, Shirts, Jacken, Sonnenbrillen, Gewürze oder Artikel für den Hund, Herbert Seckler hat seine Hände in immer mehr Geschäften.
Nun gibt es auch Schuhe - für unter 20 Euro
Unter dem Markenzeichen von zwei gekreuzten Schwertern gibt es jetzt auch Schuhe. Die Idee entstand im Weinkeller der Sansibar. Nun entwirft Seckler natürlich die Treter nicht selbst, das erledigen schwedische Designer. Hergestellt werden sie auch nicht im Keller der Sansibar. Die höheren (Kult-) Weihen erhalten sie aber durch Secklers Okay. Das gibt er am liebsten für die sportlich-lässigen Modelle der ersten Kollektion, die jetzt auf den Markt gekommen ist. Auch die („demokratische“) Preisgestaltung spielt dabei eine Rolle. Für unter 20 Euro kann man sich schon das Sansibar-Gefühl an die Füße holen.
Obwohl die Kult-Treter erst seit wenigen Wochen in ausgewählten Schuhgeschäften und in den Sansibar-Stores verkauft werden, "ist die Ware heiß begehrt", so die Vertriebsleiterin eines großen deutschen Schuhhändlers. Besonders nachgefragt sind sie bei den Festländern, die höchstens einmal im Jahr Sylt besuchen, aber dieses Gefühl von Urlaub in den Rantumer Dünen alltäglich erleben möchten. Und sei es nur an den Füßen.

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