Wasserstraße : Nord-Ostsee-Kanal

Verbindung zwischen den Meeren: Containerschiff auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Verbindung zwischen den Meeren: Containerschiff auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Die Straße der Traumschiffe wird er auch genannt: der Nord-Ostsee-Kanal. Die Wasserstraße zwischen den Endpunkten Brunsbüttel und Kiel-Holtenau ist die meist befahrene Wasserstraße der Welt.

Avatar_shz von
26. Oktober 2007, 07:01 Uhr

Jährlich schippern etwa 43 000 Schiffe durch den 99 km langen Kanal. Hauptattraktion sind vor allem die imposanten Luxusliner, die unzählige Mensch an die Ufer der Wasserstraße locken.
Die bekannteste Brücke, die den Kanal quert, dürfte die Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg sein mit einer Länge von knapp 2,5 km. Rendsburg ist zugleich die wichtigste Hafenstadt am Nord-Ostsee-Kanal. Insgesamt ermöglichen acht Straßen und vier Eisenbahnbrücken den Verkehr auf die andere Seite, auf dreizehn Fahrzeug- und einer Personenfähre kann man ans gegenüberliegende Ufer gelangen. In Rendsburg kann man den Kanal per ein Straßen- und ein Fußgängertunnel durchqueren.

Ursprünglich trug die Wasserstraße zwischen den beiden Endpunkten Brunsbüttel und Kiel-Holtenau den Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal. Der preußische Kanzler Otto von Bismarck konnte das Projekt nach zähen politisch-militärischen Streitigkeiten durchsetzen und Kaiser Wilhelm I vom Kanalausbau überzeugen. Hintergrund: die deutsche Flotte sollte ohne Umweg über das Skagerak von der Nordsee in die Ostsee fahren können. 1895 wurde der Kanal eröffnet, erst 1948 wurde er in Nord-Ostsee-Kanal umbenannt.
Wegen des enormen Schifffahrtsverkehr wird der Kanal zurzeit wieder ausgebaut: So wird die Fahrspur auf dem Grund erweitert. Damit dürfen künftig 280 statt nur 235 Meter lange Schiffe die Kanalstraße durchfahren. Das 130 Millionen teure Projekt soll 2014 fertig gestellt werden, 2010 starten die Baggerarbeiten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen