Trittau : Die Wassermühle

Früher wurde Getreide in der Wassermühle gemahlen, heute lockt das Zentrum mit Kulturveranstaltungen.
Früher wurde Getreide in der Wassermühle gemahlen, heute lockt das Zentrum mit Kulturveranstaltungen.

Das Kulturzentrum der Gemeinde Trittau ist mehr als ein Veranstaltungsort. Die Kornwassermühle kann auf eine über 300jährige Geschichte zurück blicken.

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26. Oktober 2007, 07:06 Uhr

Erst 1963 wurde der Mahlbetrieb in der Kornwassermühle Trittau zwischen Bad Oldesloe und Hamburg eingestellt. Über 300 Jahre lang war das Wappensymbol Trittaus Zentrum für die regionale Landwirtschaft gewesen: Der so genannte Mühlenzwang schrieb den Bauern der umliegenden Gemeinden vor, ihr Getreide nur in der Wassermühle zerschroten zu lassen.
Die heutige Wassermühle ist 1701 erbaut worden. Seit 1992 dient sie als beliebtes Zentrum für Kunstausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen und Vorträgen. Knapp 140 Gäste können auf dem Mahlboden des historischen Bauwerks darüber hinaus zahlreiche Pop-und Rockkonzerte besuchen. Für Erholung sorgt auch die gemütliche Lage am Mühlenteich.
Die Mühle gehört heute der Gemeinde Trittau. Ursprünglich aber war sie dem Trittauer Schloss zugewiesen. Ab 1650 wurde die Mühle dann verpachtet. Die Familie Holst betrieb das Bauwerk von 1737 bis 1933, die Firma Stoltenberg führte hier bis 1973 einen Landhandel. Danach nutzten Vereine das historische Gebäude – Ende der 1980er Jahre reifte dann nach langen Diskussionen der Entschluss, die Mühle zu einem Kulturzentrum umzubauen.

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