Helgoland : Die Lange Anna

Kurze Pause auf dem Oberland, im Hintergrund das Wahrzeichen der Insel: die Lange Anna.
Kurze Pause auf dem Oberland, im Hintergrund das Wahrzeichen der Insel: die Lange Anna.

Wie beliebt kann ein roter Buntsandstein sein? Wer einen Ausflug zur Nordseeinsel Helgoland macht, kommt um die Lange Anna nicht vorbei.

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31. Oktober 2007, 07:20 Uhr

In der Tat: Das Wahrzeichen der Insel an der Nordspitze Helgolands wird bei Flut von der Nordsee umflossen. Erst bei Ebbe kann man den 47 Meter hohen Felsen im Unterland umrunden und den roten Buntsandstein aus nächster Nähe betrachten. Das ist zwar nicht ganz legal, weil es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, aber vielen Inselbesuchern einfach egal.
Einen schönen Ausblick auf den schweren Gesteinsbrocken genießt man auch vom Oberland. Aber Vorsicht: An der Klippe der Landmasse ist es bei Sturm nicht ungefährlich - wer hier abstürzt, fällt 60 Meter tief in den Abrund, direkt in die schäumende Nordsee.
Da der einzige freistehende Felsen Deutschlands stark der Erosion ausgesetzt ist, ist sein Bestand in Gefahr. Zwar wird das Naturdenkmal durch eine Schutzmauer vor Unterspülungen geschützt, aber immer wieder kann das Nordseewasser in Risse eindringen und Sandschichten abtragen. Und so kann es dem beliebten Ausflugsziel ergehen, wie der Felsbrücke, die die Lange Anna und das Inselland noch im 19. Jahrhundert verband: Etwa im Jahre 1860 stürzte diese nämlich durch die starke Brandung ein.

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