Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer : Neue Mais-Sorten jährlich im Test

Im Test: Durchwachsende Silphie überzeugt nicht. Foto: whe
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Im Test: Durchwachsende Silphie überzeugt nicht. Foto: whe

Die schleswig-holsteinische Landwirtschaftskammer testet jährlich rund 200 Maissorten. Viel Lust nach oben gibt es bei den Zucht-Ergebnissen nicht mehr.

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30. Oktober 2012, 10:46 Uhr

Schuby | Weltweit werden rund 2800 verschiedene Arten von Maissaaten erzeugt, davon rund 800 in Deutschland. Die schleswig-holsteinische Landwirtschaftskammer testet im Auftrag des Bundessortenamtes beziehungsweise als eigene Serviceleistung für die Landwirte jährlich rund 200 Sorten davon, darunter etliche Neuzüchtungen. Letztlich werden dann etwa 10 bis 15 Sorten für den regionalen Anbau empfohlen.
Am 20. Oktober veröffentlichte die Landwirtschaftskammer die diesjährige so genannte "Sortenempfehlung für den Frühbezug". Aaposito heißen die unter anderem, oder Kalvin, LG 30211 aber auch Sphinxx oder Stephany. Neue Maissorten und erstmals im Testverfahren sind beispielsweise Tokala, Colisee, Toninio oder ES Fireball.
Entwicklungssprünge lassen nach
Verantwortlich für Test, Prüfung und Veröffentlichung ist Dr. Elke Grimme als Maisreferentin der schleswig-holsteinischen Landwirtschaftskammer. Als Testgelände für die Maisprüfung wird das Versuchsfeld Schuby, in der Nähe von Schleswig, genutzt. Jedes Jahr werden dort im Frühjahr knapp 200 verschiedene Maissorten gesät. Jeweils vier Reihen pro Sorte, von denen jeweils die beiden mittleren nach der Reifung mit einem Versuchs-Häcksler geerntet werden. Die dabei gezogenen Ein-Kilogramm-Proben werden vor und nach der Trocknung gewogen und dann im Labor analysiert. "Diese Untersuchung stellt dann den Kern unseres Prüfverfahrens dar", erklärt Elke Grimme, die bei der Test-Ernte selbst in Schuby vor Ort ist.
Die Entwicklungssprünge der Neuzüchtungen sind nicht mehr so gewaltig, dennoch sind viele Arten bezogen auf den Ertrag und das Reifeverhalten bereits nach einigen Jahren veraltet. "Aus diesem Grund sind unserer Tests und Bewertungen sowohl ökologisch wie ökonomisch für die Landwirte überaus wichtig", so die Maisreferentin der Landwirtschaftskammer.
Die Maisproduzenten können die empfohlenen Sorten je nach Bodenqualität und Lage einer Mais-Landkarte entnehmen. Die aktuellen Frühbezugempfehlungen sind für die Landwirte wichtig, weil bei der Saatgutbestellung bis zum Jahresende in aller Regel ordentliche Rabatte gewährt werden.
Informationen
Landwirtschaftskammer allgemein: www.lksh.de
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-0
Fax 04331/9453-199

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