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Kieler-Woche-Gedichte : Zwei lyrische Abschiedsgrüße: Das war die Kieler Woche 2016

vom

Über die Kiwo-Poetry-Slams hat shz.de gerne berichtet. Jetzt werden wir selbst kreativ. Zwei Gedichte zum Abschied.

Carlo Ihde und Sven Raschke verabschieden sich auf denkbar persönliche Weise von der Kieler Woche: Mit je einem Gedicht.

Heimweh/g

Kiwo-trunken schwanke ich mir

Meinen ganz eigenen Heimweg zurecht

Schritte vor und nebeneinander

Manchmal

Zwei zurück, einen nach vorne

Einen links, zwei rechts

Einen fallen lassen.

Schwankend hat man mehr vom Weg.

Plötzlich, eine schlechte unter vielen guten Ideen:

Stehenbleiben zwischen zwei Millionen.

Nur kurz Staunen, so viel Wow muss sein.

Nicht stehen bleiben, weitergehen,

Hier gibt es was zu sehen.

von Carlo Ihde

 

Kiwo-Gedanken

Recht schlaff steh'n die Segel im freundlichen Wind

Vor grell-blendend-leuchtendem Blau

Die Gäste so ganz wie das Wetter gestimmt

Ein fröhliches Menschengestau

 

Bierbuden und Burger und Pommes und Crêpes

Musik, manchmal schön, immer laut

Und Künstler, die namhaft und Künstler, die nett

Und Menschen, wohin man nur schaut

 

Touristen aus Brüssel, Paris, San Juan,

Chicago, Dhaka, aus’m Pott

Begucken und staunen und feiern und dann

Die Kieler mit wissendem Spott

 

Und alle zum Ende hin ganz überrascht

Auf nichts ist doch so sehr Verlass:

Regen, Regen, Regen, Regen, Regen

Macht auch nichts, es war uns ein Spaß

von Sven Raschke

 

 

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erstellt am 25.Jun.2016 | 22:00 Uhr

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