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Krusenkoppel : Wo die Kleinen ganz groß rauskommen

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Die Krusenkoppel ist ab heute fest in Kinderhand. Als kleine Baumeister können sie dort täglich in die fernöstliche Kultur eintauchen und der Parkanlage ein neues Gesicht geben.

Kiel | Drei Wochen lang haben Mitarbeiter der Stadt gezimmert, gegraben und geschleppt, damit es heute losgehen kann: Auf der Krusenkoppel öffnen sich die Tore für das "Land, wo die Sonne aufgeht". Mädchen und Jungen von ein bis zwölf Jahre sind eingeladen, in den nächsten neun Tagen mit allen Sinnen ein Stück von Asien kennen zu lernen.
Ein großer begehbarer Drachenkopf heißt die jungen Besucher der Kieler Woche neben dem Haupteingang am Düsternbrooker Weg willkommen. Kleinere Exemplare, die mit großen runden Augen keck aus dem Grün schauen, haben auf dem 57 000 Quadratmeter großen Gelände ebenso Position bezogen wie überdimensionale chinesische Vasen und Dutzende bunter Lampions. Der Bau des Tempels, der zu Ehren der japanischen Sonnengöttin Amaterasu errichtet werden soll, ist in vollem Gang. Es fehlen nur noch die kleinen Helfer, mit deren Unterstützung es gelingen soll, einen so schönen Garten für die Sonnengöttin anzulegen, dass sie den Ärger über einen Streich ihres Bruders vergisst. 400 Balken, über 500 Latten, 500 Kilogramm Nägel, 60 Spanplatten, 400 Klappen Stroh, zehn Tonnen Lehm und 300 Liter Farbe stehen zur Verfügung.
Kieler Kinder werden zu kleinen Chinesen
Doch nicht nur die Umgebung, auch die Helfer selbst werden sich verändern. "Zum Ende der Kieler Woche sollen alle Kinder irgendwie japanisch oder chinesisch aussehen", sagt Angelika Jenkel vom Kulturamt der Stadt. Dafür können sie Stoffe bedrucken, aus denen sie in der Schneiderei Kimonos, Stirnbänder und Hüte machen. Wer möchte, kann sich das Gesicht passend dazu schminken lassen.
Geschichten über Amaterasu und andere aus dem Land, wo die Sonne aufgeht, erzählt der weise Mandarin in seinem Zelt. Bei ihm können die Kinder auch selbst geschöpftes Papier mit ihren Eindrücken bemalen oder beschriften. Inspiration dazu findet mancher vielleicht bei Michiyo Zuzuki, die ihre Besucher im Haus neben dem Tempel in die Geheimnisse des Tees einweiht oder bei ihren Landsleuten, die wenige Meter weiter in die Technik von Origami einführen. Oder aber bei den beiden Komikern "Ping & Pong", dem Figurenspektakel PanTao oder Kasperle und Meister Chin.
Dass es den Kindern gelingen wird, die Sonnengöttin zu versöhnen, daran hat Angelika Jenkel keinen Zweifel, so dass die kreativste Woche des Jahres am Sonntag, 29. Juni, um 17 Uhr auf der Freilichtbühne mit einem großen Sonnenfest ihren Abschluss finden kann.

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erstellt am 20.Jun.2008 | 10:56 Uhr

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