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KiWo 2017 : Windjammerparade und Marine: Diese Schiffe kommen zur Kieler Woche

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Das Highlight der Kieler Woche ist in jedem Jahr die Windjammerparade. Doch auch große Marineschiffe werden erwartet.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 19:41 Uhr

Kiel | Die Windjammerparade ist der maritime Höhepunkt der Kieler Woche und Besuchermagnet. Die Liste der Schiffe, die sich zur diesjährigen Kieler Woche (22. bis 26. Juni) angemeldet haben, ist allerdings nicht ganz so lang wie in den letzten Jahren. 89 Großsegler haben sich bis zum Mittwoch beim Hafen- und Seemannsamt der Stadt Kiel registriert. Die ganz großen Traditionssegler wie die „Sedov“ oder die „Kruzenshtern“ sind in diesem Jahr allerdings nicht auf der Kieler Förde, sondern segeln in den Niederlanden bei der „Sail Den Helder“. Trotzdem ist auch die Windjammerparade in diesem Jahr sehenswert. Denn diese Schiffe kommen zur Kieler Woche (Auswahl):

Dreimast-Toppsegelschoner „Thor Heyerdahl“, Deutschland

Die „Thor Heyerdahl“: Skipper sehen ihre Traditionsschiffe in Gefahr.
Die „Thor Heyerdahl“. Foto: Ulrich Nobis
Baujahr/Ort 1930 in Westerbroek, Niederlande
Heimathafen Hamburg
Länge 49,38 Meter
Breite 6,53
Besonderheiten Das Schiff übernimmt erneut die Rolle des Führungsschiffes der Windjammerparade.

 

Dreimast-Bark „Artemis“, Niederlande

Die „Artemis“.

Die „Artemis“.

Foto: Imago/MCPhoto
Baujahr/Ort 1926 in Norwegen
Heimathafen Franeker (Niederlande)
Länge 59 Meter
Breite 7,01 Meter
Besonderheiten Das Schiff wurde als Walfänger gebaut und diente ab den 50er Jahren als Frachtschiff.

 

Dreimast-Barkentine „Atlantis“, Niederlande

Das Segelschiff „Atlantis“.

Das Segelschiff „Atlantis“.

Foto: Imago/Imagebroker
Baujahr/Ort 1905 in Hamburg
Heimathafen Harlingen (Niederlande)
Länge 57 Meter
Breite 7,45 Meter
Besonderheiten Das Schiff wurde als Feuerschiff gebaut und diente als Seezeichen in der Elbmündung.

 

Zweimast-Brigg „Mercedes“, Niederlande

Wurde erst 2005 gebaut: Die Brigg „Mercedes“.

Wurde erst 2005 gebaut: Die Brigg „Mercedes“.

Foto: Imago/Rüdiger Wölk
 
Baujahr/Ort 2005 in Urk (Niederlande)
Heimathafen Amsterdam (Niederlande)
Länge 50 Meter
Breite 7,6 Meter
Besonderheiten Das Schiff ist eines der jüngsten Schiffe in der internationalen Flotte der Großsegler.

 

Dreimast-Barkentine „Thalassa“, Niederlande

Die „Thalassa“ bei der KiWo 2010.

Die „Thalassa“ bei der KiWo 2010.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
Baujahr/Ort 1980 in Zaandam (Niederlande)
Heimathafen Harlingen (Niederlande)
Länge 48 Meter
Breite 8 Meter
Besonderheiten Das Schiff wurde 1994 zur Barkentine umgebaut.

 

Dreimast-Gaffelschoner „Minverva“, Niederlande

Schöner Schwan: Der Dreimaster „Minerva“ hat die Sail Flensburg fest in seinem Kalender.
Schöner Schwan: Der Dreimaster „Minerva“. Foto: sh:z
 
Baujahr/Ort 1935 in Brake (Niedersachsen)
Heimathafen Scheveningen (Niederlande)
Länge 49 Meter
Breite 7 Meter
Besonderheiten Nach dem Umbau in ein reines Motorschiff (1959), wurde die „Minverva“ 1987 in ihren ursprünglichen Zustand als Dreimastschoner zurückgebaut.

 

Dreimast-Toppsegelschoner „Swaensborgh“, Niederlande

Die „Swaensborgh“.

Die „Swaensborgh“.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
Baujahr/Ort 1907 in Moorege (Kreis Pinneberg)
Heimathafen Monickendam (Niederlande)
Länge 47 Meter
Breite 5,85 Meter
Besonderheiten Das Schiff wurde in den 50er Jahren zum Küstenmotorschiff (ohne Segel) umgebaut und zwei Mal verlängert.

 

Dreimast-Bramsegelschoner „Santa Barbara Anna“, Deutschland

Hat eine wechselhafte Geschichte: Die „Santa Barbara Anna“.

Hat eine wechselhafte Geschichte: Die „Santa Barbara Anna“.

Foto: Imago/Chromorange
 
Baujahr/Ort 1951 in Lowestoft (England)
Heimathafen Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
Länge 44,2 Meter
Breite 6,50 Meter
Besonderheiten Zunächst als Fischtrawler gebaut, folgte 1984/85 der Umbau zum Segelschiff. 1994 ging es in den Besitz der „Kelly Family“ über und gehört heute Joey Kelly. 

 

Dreimast-Topsegelschoner „Hendrika Bartelds“, Niederlande

Die „Hendrika Bartelds“ unter Segeln.

Die „Hendrika Bartelds“ unter Segeln.

Foto: Imago/BlueGreen Pictures
 
Baujahr/Ort 1918 in Vlaardingen (Niederlande)
Heimathafen Harlingen (Niederlande)
Länge 49 Meter
Breite 6,65 Meter
Besonderheiten Zunächst als Fischlogger gebaut, folgte 1989 der Umbau zum Segelschiff.

 

Dreimast-Gaffelschoner „Amphitrite“, Deutschland

Die „Amphitrite“ war der einzige größere Segelschiff-Vertreter im Flensburger Hafen.
Die „Amphitrite“ im Flensburger Hafen. Foto: Michael Staudt
 
Baujahr/Ort 1887 in Gosport (Großbritannien)
Heimathafen Bremen
Länge 44,33 Meter
Breite 5,72 Meter
Besonderheiten Sie gilt als älteste seegehende Segeljacht der Welt.

 

Dreimastschoner „Albert Johannes“, Niederlande

Die „Albert Johannes“ bei der Hanse Sail in Rostock.

Die „Albert Johannes“ bei der Hanse Sail in Rostock.

Foto: Imago/Imagebroker
 
Baujahr/Ort 1928 in Groningen (Niederlande)
Heimathafen Vlieland (Niederlande)
Länge 46 Meter
Breite 5,9 Meter
Besonderheiten Wurde erst 1983 zum Dreimastschoner umgebaut.

 

Dreimast-Barkentine „Loth Lorien“, Niederlande

Die „Loth Lorien“.

Die „Loth Lorien“.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
 
Baujahr/Ort 1907 in Bergen (Norwegen)
Heimathafen Amsterdam (Niederlande)
Länge 48 Meter
Breite 6 Meter
Besonderheiten Das Schiff wurde mehrfach umgebaut und verlängert.

 

Dreimast-Schoner „Regina Maris, Niederlande

Einst Fischtrawler heute stolzes Segelschiff.

Einst Fischtrawler heute stolzes Segelschiff.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
 
Baujahr/Ort 1970 in Gdansk (Polen)
Heimathafen Amsterdam (Niederlande)
Länge 48 Meter
Breite 6,90 Meter
Besonderheiten Das Schiff lief ursprünglich für die Nordseefischerei vom Stapel, wurde 1990 dann zum Segelschiff umgebaut.

 

Zweimastschoner „Twister“, Niederlande

Die „Twister“ beim Hafengeburtstag in Hamburg 2011.

Die „Twister“ beim Hafengeburtstag in Hamburg 2011.

Foto: Imago/Strussfoto
 
Baujahr/Ort 1902
Heimathafen Enkhuizen (Niederlande)
Länge 34,8 Meter
Breite 6,2 Meter
Besonderheiten Zunächst als Fischlogger gebaut, folgte 1998 der Umbau zum Segelschiff.

 

Zweimast-Brigg „Roald Amundsen“, Deutschland

Die „Roald Amundsen“ bei der Hanse Sail in Rostock.

Die „Roald Amundsen“ bei der Hanse Sail in Rostock.

Foto: Imago/Imagebroker
Baujahr/Ort 1952 in Roßlau (Elbe)
Heimathafen Eckernförde
Länge 50,2 Meter
Breite 7,2 Meter
Besonderheiten Gebaut als Tank- und Versorgungsschiff für die DDR-Marine. Seit 1993 in der heutigen Form.

 

Zweimast-Toppsegelschoner „Banjaard“, Niederlande

Der niederländische Segler „Banjaard“.

Der niederländische Segler „Banjaard“.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
Baujahr/Ort 1913 in Hoogezand (Niederlande)
Heimathafen Kampen (Niederlande)
Länge 38 Meter
Breite 5,80 Meter
Besonderheiten Zunächst Frachtsegelschiff, von 1965 bis 1990 Küstenmotorschiff ohne Segel, seit 1991 in der heutigen Form

 

Zweimast-Schoner „Stortemelk“, Niederlande

Die „Stortemelk“.

Die „Stortemelk“.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
Baujahr/Ort 1961
Heimathafen Middelburg (Niederlande)
Länge 30,4 Meter
Breite 7 Meter
Besonderheiten Zunächst als Nordseefischer gebaut, wurde das Schiff 1993 zum Segelschoner umgebaut.

 

Brigantine „Eye of the Wind“, Großbritannien

Die „Eye of the Wind“ ist wieder in Flensburg zu Gast.

Die „Eye of the Wind“ ist wieder in Flensburg zu Gast.

Foto: Imago/Thomas Zimmermann
Baujahr/Ort 1911 in Brake (Niedersachsen)
Heimathafen Amsterdam (Niederlande)
Länge 40,23 Meter
Breite 7 Meter
Besonderheiten In ihrer über hundertjährigen Geschichte umsegelte sie viermal die Welt.

 

Auch Motor- und Dampfschiffe werden zur Kieler Woche erwartet. Darunter der Dampf-Eisbrecher „Stettin“, die „Bussard“, der weltweit letzte Tonnenleger mit Dampfmaschine, sowie der Museumsdampfer „Schaarhörn“.

Die komplette Liste der teilnehmenden Schiffe gibt es im „Captains Handbook 2017“ (Seite 8) zu sehen.

Der Dampf-Eisbrecher „Stettin“.
Der Dampf-Eisbrecher „Stettin“. Foto: Imago/Christian Ohde
 

Infos für Schaulustige

  • Offizieller Beginn der Parade: Samstag, 24. Juni, 11 Uhr.
  • Die Schiffe laufen in Paradeformation aus der Kieler Innenförde in die Außenförde und nehmen Kurs auf Laboe.
  • Mit einem Tempo von vier Knoten (knapp 7,5 Stundenkilometern) geht es bis zur gedachten Ziellinie zwischen Olympiahafen Schilksee und Laboe (Leuchttonnen 5 und 6).
  • Ende der Parade gegen 13.30 Uhr am Zielort.
  • Rückkehr der Schiffe zu den Liegeplätzen bis 17 Uhr.
  • Offiziell startet die Kieler Woche am Samstagabend (17. Juni). Die Eröffnungsrede hält Showmaster Kai Pflaume.

Wo kann ich die Parade am besten beobachten?

 
  • Beste Plätze am Westufer der Innenförde: Kiellinie, am Hindenburgufer, am Leuchtturm Holtenau an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal, am Leuchtturm Friedrichsort und am Falckensteiner Strand.
  • Beste Plätze am Ostufer der Innenförde: Mönkeberg, Kitzeberg und Möltenort
  • Von Begleitbooten aus. Es gibt zahlreiche Angebote zum Mitsegeln.

Großes Programm auch bei der Marine

Mehr als 40 Marineschiffe aus 13 Ländern kommen zum Marinetreffen während der Kieler Woche an die Förde. „Wir rechnen auf Basis unserer Erfahrungswerte mit mehr als 3000 ausländischen Soldaten“, sagte Marinesprecher und Fregattenkapitän Achim Winkler. Am Freitagmorgen sollen die ersten Schiffe am Marinestützpunkt im Tirpitzhafen festmachen. Das größte ausländische Schiff ist mit 208 Metern Länge das amerikanische Landungsschiff „USS Arlington“, das zusammen mit seinem Begleitschiff, dem Zerstörer „USS James E. Williams“, auch die weiteste Anreise hat.

Die „USS Arlington“.
„USS Arlington“ Foto: Imago/ZUMA Press
Der Zerstörer „USS James E. Williams“. Im Hintergrund ist der Flugzeugträger „USS Enterprise“ zu sehen.
Der Zerstörer „USS James E. Williams“. Im Hintergrund ist der Flugzeugträger „USS Enterprise“ zu sehen. Foto: Imago/Stock Trek Images

Die meisten ausländischen Schiffe und Boote entsenden unsere Nachbarn aus Dänemark und Großbritannien. Angekündigt haben sich auch Marineeinheiten aus Frankreich, Belgien, Norwegen, Litauen, Estland, Lettland, Polen und den Niederlanden. Darunter befinden sich unter anderem Fregatten, Landungsschiffe und Minenjagdboote. Flaggschiff der Deutschen Marine wird dieses Jahr die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ sein, die sonst in Wilhelmshaven beheimatet ist.

Die „Mecklenburg-Vorpommern“ mit der taktischen Kennung „F 218“.
Die „Mecklenburg-Vorpommern“ mit der taktischen Kennung „F 218“ in Warnemünde. Foto: Imago/BildFunkMV
 

Ein weiterer Gast im Tirpitzhafen wird das schwedische Schnellboot „Ystad“, das zwar nicht mehr im Dienst der schwedischen Marine steht, jedoch dank einer privaten Initiative als Museumsschiff zur See fährt.

Die komplette Liste der Marine-Gastschiffe zur Kieler Woche gibt es hier.

Infos zum Programm der Marine

Samstag, 17. Juni

13.30 Uhr bis 17.30 Uhr: „Open Ship“

15 Uhr bis 15.30 Uhr: Vorführung Spezialkräfte Marine

Sonntag, 18. Juni

13.30 Uhr bis 17.30 Uhr: „Open Ship“

15 Uhr bis 15.30 Uhr: Seenotrettungsübung mit der DGzRS und „Sea King“

Mittwoch, 21. Juni

13.30 Uhr bis 17.30 Uhr: „Open Ship“

19 Uhr: Benefiz-Konzert an Bord der „Mecklenburg- Vorpommern“, Anmeldung unter: 0431/717452593, freier Eintritt

Ab 13 Uhr wird ein kostenloser Pendelverkehr mit Barkassen zwischen dem Fähranleger „Bellevue“ im Kieler Stadtteil Düsternbrook und dem Marinestützpunkt eingerichtet. Kinder unter 12 Jahren können aus Sicherheitsgründen leider nicht mitgenommen werden.

 

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