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Not-to-do-Liste : Was man auf der Kieler Woche nicht machen sollte

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Wie umgeht man die kleinen und größeren Unzulänglichkeiten der KiWo? shz.de gibt Tipps.

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2016 | 18:08 Uhr

So unterhaltsam und abwechslungsreich die Kieler Woche ist – hier und dort hat sie ihre Ecken und Kanten. Keine Sorge, diese zu umschiffen, ist meist nicht weiter schwierig. Man muss nur wissen, wo sie liegen. Unsere kleine Not-To-Do-Liste hilft.

Den Regenschirm vergessen

Foto: imago/Zander
 

Wettervorhersagen sind in der Regel so zuverlässig wie Börsenanalysen. Auf eines können sich Kiwo-Besucher trotzdem verlassen: Es wird Regen geben. Egal, wie sonnig der Sommer ausfiel – pünktlich mit Beginn der Kieler Woche begann es in den vergangenen Jahren aus vollen Wolken zu schütten. Eine Studie von Meteorologe Martin Molkentin bestätigt das Kiwo-Wetter-Phänomen für die vergangenen 30 Jahre. Er hat im vergangenen Jahr einen Kiwo-Index entwickelt, der fürs Segelfest eine Verschiebung in den Juli oder noch besser August empfiehlt. Offensichtlich hat man ihm nicht zugehört. Also: Regen- und zugleich noch windfeste Kleidung, Schuhe und Schirm zumindest als Option bereithalten. Oder, Festival-Profi-Tipp: einen großen Müllbeutel einpacken. Bei Sonnenschein ist er leichtes Gepäck und fängt es an zu schütten: Ein Loch für den Kopf in den Tütenboden, und fertig ist der Regenponcho.

 

Mit dem Rad fahren

Foto: imago/Steinach
 

Segelfest in Kiel heißt Feiern, heißt Trinken, heißt Flaschen in rauen Mengen, von denen ein guter Teil nicht seinen Weg in die Glas-Container findet. Die abertausend Glasscherben glitzern schön in der Sonne, machen aber die Wege in der Nähe der Hörn zum Minenfeld für jeden Radfahrer. Die sollten deshalb einen ordentlichen Bogen ums Fest machen. Auf dem Gelände selbst ist das Rad aufgrund der Menschenmassen ohnehin nicht zu gebrauchen. Wer nicht drum herum kommt, schiebt am besten durch den Gefahrenbereich.

 

Den Kinderwagen mitnehmen

Foto: imago/CHROMORANGE
 

Menschenmassen, wie gesagt. In dem dichten Geschiebe entlang der Förde ist jedes zusätzliche Objekt am Körper hinderlich. Deshalb am besten auch keine zu großen Rucksäcke oder Taschen mitnehmen. Auch Menschen im Rollstuhl oder mit Gehbehinderung haben es leider nicht überall leicht – ganz zu schweigen von solchen mit Agoraphobie. Im Gedränge verliert man sich außerdem leicht, das Handy hilft in dem Fall nur bedingt, denn das Funknetz kann überlastet sein. Also ganz klassisch Treffpunkte für den Fall festlegen und am besten gar nicht erst mit einer zu großen Gruppe losziehen, sonst wird man kaum vorankommen. Mit kleinen Kindern meidet man die vollsten, wildesten, lautesten Bereiche lieber. Mit ihnen geht man auf die Krusenkoppel zu Europas größtem Kinder-Kultur-Angebot unter freiem Himmel.

 

Einfach so drauflos ziehen …

Foto: imago/Angerer
 

..., wenn man nichts verpassen will. Musikbühnen, Open-Air-Shows, Segelregatten, Windjammerparade, Oldtimer, Internationaler Markt, Spiellinie, Feuerwerk – die Kieler Woche wäre vorbei, bevor hier das gesamte Angebot aufgezählt wäre. Das alles verteilt sich noch dazu auf einen riesigen Bereich vom Förde-Ende bis zum Olympiazentrum. Ohne Auto, Bus oder Boot ist vieles davon nicht zu erreichen. Gerade zu den größten Segel-Veranstaltungen kommt man von der Hörn aus nicht zu Fuß. Und auch hier wird man viel Spannendes verpassen, wenn man unvorbereitet drauf los schlendert. Daraus ergibt sich auch: Egal, wie vorbereitet man ist …

 

Nichts verpassen wollen …

Foto: imago/Angerer
 

…, ist keine realistische Option. Besser pickt man sich vorher die persönlichen Highlight heraus und plant sein eigenes Programm um diese herum. Zu Lotto King Karl und Max Mutzke? Mit den Kindern rüber zu Ritter Kruse von der Drachenkoppel oder Poetry Slam? Segeltour durch die Förde oder kulinarische Reise durch den Internationalen Markt? Der individuelle Geschmack hat die freie Auswahl – aber wählen muss er.

 

Ein reines Segelevent erwarten

Foto: imago/nordpool
 

Tun die meisten ohnehin nicht. Wer neu ist in Kiel, am Hauptbahnhof eintrifft, muss sich erst einmal an Show-Bühnen, Pommes-, Waffel-, Burger- und Bierständen vorbei arbeiten, um auch nur Meerwasser zu sehen. Warnung an die Freunde des Subtilen: Statt Seemannsflair gibt es um die Hörn flächendeckend Volksfest-Beschallung. Ist man tatsächlich vornehmlich wegen der Segelboote hier, hält man sich vom Kern-Feiergebiet am südlichen Ende der Förde fern und besucht die nördlicher gelegenen Hafengebiete wie das Olympiazentrum Schilksee – oder begibt sich direkt aufs Wasser. Entweder man nutzt eines der zahlreichen Mitsegel-Angebote, wahlweise inklusive Cocktailempfang, Captain's Dinner und Bordparty. Am stilvollsten aber entkommt man dem unseemännischen Trubel auf dem eigenen oder einem gecharterten Schiff: Für Gruppen von einem knappen Dutzend bis mehrere Hundert Leute reicht die breite Auswahl.

 

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