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Kieler Woche 2015 : Vorschau auf die Kiwo: Millionenpublikum wird erwartet

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Kieler-Woche-Fieber an der Förde: Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt kommt in Feierlaune. Neun Tage lang sorgen Segeln und ein buntes Volksfest für besonderes Flair. Ein „Tatort“-Kult-Duo produziert sich musikalisch - aber getrennt.

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erstellt am 18.Jun.2015 | 17:11 Uhr

Kiel | Es ist kühl und regnerisch - die 121. Kieler Woche kann beginnen. Viele Wolken und nicht so viel Sonne sagen Meteorologen für das weltgrößte Segelereignis und größte Sommerfest im Norden voraus. Zur offiziellen Eröffnung am Samstagabend hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) diesmal „Tatort“-Kommissar Axel Prahl an seiner Seite. Die Veranstalter rechnen mit drei Millionen Besuchern. Sie müssen zwar mit typisch durchwachsenem Wetter rechnen, doch immerhin soll es den Voraussagen nach am Eröffnungs-Samstag und am Abschluss-Sonntag nicht regnen.

Die Kieler Woche mit ihrer mehr als 130-jährigen Geschichte gilt als größtes Sommerfest im Norden Europas. Bei dem neuntägigen Spektakel sollen nicht nur der Segelsport für Unterhaltung sorgen, sondern auch Open-Air-Konzerte und exotische Speisen.
Sie zählen zu den beliebtesten Tatort-Kommissaren: Die Schauspieler Jan Josef Liefers  als Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne und Axel Prahl als Kommissar Frank Thiel.
Sie zählen zu den beliebtesten Tatort-Kommissaren: Die Schauspieler Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne und Axel Prahl als Kommissar Frank Thiel. Foto: Horst Ossinger/dpa
 

Der gebürtige Ostholsteiner Prahl kommt nicht nur zur Eröffnung, sondern mit seiner Band auch als Musiker - ebenso wie sein „Tatort“-Kollege Jan Josef Liefers. Auf dem bunten Programm stehen mehr als 2000 Veranstaltungen. Für Stimmung sollen zahlreiche bekannte Musiker sorgen, darunter Anastacia, Milow, Billy Ocean, Maggie Reilly, Lena und Johannes Oerding. Sasha, Guildo Horn, Achim Reichel, Stanfour und Stammgast Torfrock sind auch dabei, das Ukulele Orchestra of Great Britain ebenfalls. Das traditionelle Classic Open Air vereint diesmal das Philharmonische Orchester Kiel mit dem Soulsänger Stefan Gwildis.

Ein Bild von einem Wettkampf am 23. Juni in Schilksee.
Ein Bild von einem Wettkampf am 23. Juni 2014 in Schilksee. Foto: dpa
 

Annähernd 4000 Sportler haben sich zu den Segelregatten angemeldet. Aufgrund von Terminkollisionen mit Welt- und Europa-Titelkämpfen in olympischen Disziplinen sowie der Nähe zur britischen Weltcup-Regatta mussten diesmal aber viele internationale und nationale Spitzensegler ihren Start in Kiel absagen. Dennoch herrscht an der Förde eine besondere Stimmung, seit feststeht, dass Kiel zum dritten Mal olympische Segelwettbewerbe ausrichten wird, falls Hamburg den Zuschlag für Olympia 2024 bekommt.

Werben für Olympia 2014:  Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) zeigt das Logo, mit dem Kiel ins Rennen geht.
Werben für Olympia 2014: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) zeigt das Logo, mit dem Kiel ins Rennen geht. Foto: Rehder/DPA (Archiv)
 

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) ist trotz Erkältung voller Vorfreude auf seine zweite Kieler Woche im Amt. „Die Kieler Woche ist unser Markenzeichen in der Welt“, sagte er am Donnerstag. „Neun Tage lang wird in Kiel wieder auf höchstem Niveau gesegelt und ausgiebig gefeiert. Und wir werden zeigen: Wer Kieler Woche kann, kann auch Olympia.“ Ein Höhepunkt steht mit der Windjammerparade am Sonnabend nächster Woche an. Das Marine-Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird eine Parade von rund 100 Groß- und Traditionsseglern anführen. Voraussichtlich etwa 100.000 Zuschauer werden das Spektakel von Land aus verfolgen.

Das US-Führungsschiff „Mount Whitney“.
Das US-Führungsschiff „Mount Whitney“ kommt nach Kiel. Foto: dpa
 

Ebenso zum typischen Bild der Kieler Woche gehören Marineschiffe. Mehr als 50 Einheiten aus zehn Ländern sind angesagt. Etwa 4500 Soldaten werden an Bord sein. Besucher können sich beim Open Ship an diesem Samstag und Sonntag sowie am Mittwoch die Schiffe anschauen. Sie kommen unter anderem aus den USA, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden, Polen und dem Baltikum.

 

Während der Kieler Woche wird an diesem Sonntag auch der Weltwirtschaftliche Preis an internationale Prominenz verliehen. Zu den Geehrten gehört der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, der aber wegen gesundheitlicher Probleme nicht anreisen kann. Weitere Preisträger sind der Vorstandschef von General Electric, Jeffrey Immelt, die Textilunternehmer und Naturschützer Kristine und Douglas Tompkins sowie der Wirtschaftswissenschaftler Sir Christopher A. Pissarides.

Beim Internationalen Städteforum steht die Rolle der Hochschulen für Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Region im Mittelpunkt. Den mit 10.000 Euro dotierten Kieler Wissenschaftspreis bekommt am Abschluss-Sonntag der Chemiker Rainer Herges von der Kieler Universität. Er gilt als einer der kreativsten deutschen Chemiker und Nanowissenschaftler.

Mehr Nachrichten über die Kieler Woche auf www.shz.de/kielerwoche.

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