Aufbau für die KiWo 2018 : Vor der Kieler Woche gleicht die Stadt einer Baustelle

<p>Bastian Ohrtmann (links) und Alexander Werner kümmern sich darum, dass das Rockcamp einwandfrei über die Bühne geht. </p>
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Bastian Ohrtmann (links) und Alexander Werner kümmern sich darum, dass das Rockcamp einwandfrei über die Bühne geht.

Damit im Rockcamp auf der KiWo alles glatt läuft, legen Alexander Werner und Bastian Ohrtmann Sonderschichten ein.

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13. Juni 2018, 20:21 Uhr

Kiel | Gedankenverloren nimmt Bastian Ohrtmann (35) einen Schluck aus seinem Kaffeebecher. Doch nicht einmal diese kurze Pause wird dem Projektleiter der ICS Festival Service GmbH gegönnt. Denn er muss dafür sorgen, dass das Radio Bob Rockcamp während der Kieler Woche aufgebaut ist und alles funktioniert. Dementsprechend gefragt ist der 35-Jährige derzeit.

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„Nervig wird es, wenn gleich alle kommen und Fragen haben“, sagt er. Und es gibt viele Fragen. Da sind die Gastronomen, die auf die besten Plätze schielen, die Bühnen die aufgebaut werden müssen, die Technik, die installiert werden muss und vieles mehr.

Zwei Kilometer Kabel

Auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche des Rockcamps sind alleine zwei Kilometer Kabel und 800 Meter Wasserleitungen zu verlegen. „Dieses Jahr lief aber alles glatt. Man musste wenig umbauen“, so Ohrtmann. Er erinnert sich an ein Jahr, als man den Toilettenwagen über einem Gulli positioniert hatte, der aber für das Abwasser gebraucht wurde. Dann muss man schnell und flexibel handeln. „Oberstes Ziel ist es, dass wenn die Kieler Woche los geht, die Gastronomen, die Künstler und die Besucher zufrieden sind“, sagt Ohrtmann.

Dafür arbeitet er viel. „In der letzten Woche war ich täglich zwischen 12 und 14 Stunden hier vor Ort. Es ist wie eine Sucht, so etwas aufzubauen“, sagt er. Mit etwa 20 Helfern zieht er die Bühnen hoch. Doch die Organisation begann schon vor zwei Monaten. „Die Gespräche mit den Stadtwerken über Strom und Abwasser müssen im Vorfeld geführt werden“, so Ohrtmann.

<p>Noch ist hier eine Baustelle. Doch das hat sich bald erledigt.</p>
Foto: Michael Kierstein

Noch ist hier eine Baustelle. Doch das hat sich bald erledigt.

Doch er ist nicht alleine. Unterstützt wird er von Alexander Werner. Der 50-Jährige ist Projektleiter für das Rockcamp bei Regiocast. „Meine Aufgabe ist es, dass die Besucher das Camp und Radio Bob sofort erkennen“, sagt er. Das, was im Radio gespielt wird, bringt er auf die Bühne. Auch das Drumherum, wie der geplante Mittelaltermarkt, muss organisiert und bis ins Detail geplant werden. „Aktuell bin ich so zwei Stunden am Tag hier. Den Rest der Zeit plane ich. Es ist nahezu ein Fulltimejob“, sagt Werner.

Seine Planungen begannen bereits mit dem Ende der letztjährigen Kieler Woche. „Wir müssen uns um die Künstler kümmern und Anregungen der Besucher einbauen. Das braucht Zeit“, sagt Werner. Die heiße Phase beginne für ihn etwa zehn Tage vor dem Start. Da werde dann geschaut, wo genau die Bühnen stehen und dass sich die Gastronomen an das Image des Senders halten. So hat eine Bar beispielsweise eine Theke aus Paletten aufgebaut. „Wir sind ein Rocksender. Da darf alles gerne etwas rustikal aussehen“, so Werner.

Sowohl Bastian Ohrtmann als auch Alexander Werner sind mit den aktuellen Fortschritten sehr zufrieden. Zwar stehen noch überall Paletten und Zäune herum, doch das wird bis zum Startschuss erledigt sein. „Das Schönste ist für uns, am Ende das Ergebnis zu sehen“, sagt Werner. Wenn die Besucher ausgelassen feiern, habe sich ihre monatelange intensive Arbeit gelohnt.

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