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Trendsport auf der Kiwo 2016 : Vier Adrenalin-Kick-Tipps auf der Kieler Woche

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Der Selbsttest: Zwei sh:z-Volontärinnen auf knallharter Mission. Ihnen ist keine Trensportart zu außergewöhnlich.

Den Volontärinnen Christin und Andrea sind Segelsport und Kultur auf der Kieler Woche nicht genug. Sie wollen Bewegung, Adrenalinschübe und Spaß. Darum haben sie sich auf die Suche gemacht nach Kieler-Woche-Angeboten, die den Kreislauf in Schwung bringen. Christins und Andreas Mission: Das Segel-Event im Selbsttest auf seinen Action- und Funfaktor testen.

Tipp 1: Citywave im Schlossgarten - Wellenreiten auf dem Trockenen

Fast alles ist während der Kieler Woche möglich, sogar Wellenreiten - trockenen Fußes und mitten im Herzen von Kiel. Die Citywave im Schlosspark macht es möglich. Dabei ist die simulierte Welle ein rotierender Borsten-Teppich in Schräglage, auf dem die Besucher mit ein bisschen Körperspannung und Gleichgewichtssinn auf Brettern stehend surfen können. Als leidenschaftliche Longboarderin war es für Christin (Foto, links) eine Frage der Ehre, die Citywave auszuprobieren. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase surfte die Nordfriesin auf der Citywave wie ein Profi. Lenken war auf dem Board aber nicht möglich, sodass der Ritt auf der Borstenwelle nach ein paar Minuten an Spannung verlor. Aufgrund ihres geringen Gewichtes können beispielsweise Kinder das Surfbrett sehr viel besser manövrieren, und haben so länger Freude an dem Wellenritt.

Fazit: Surfen auf dem Borstenteppich ist ein Gleichgewichtsakt. Für Skate- und Snowboarder ist der Ritt auf der Teppichborstenwelle keine Herausforderung und der Adrenalin-Kick bleibt aus. Anfänger auf dem Brett dagegen könnten nervös werden, wenn der Teppich immer schneller und schneller unter dem Surfboard hinweggleitet und sie sich voll konzentrieren, um nicht zu fallen. Am Ende tut der Sturz aber nicht weh und der erste Schritt auf dem Weg zur Surferkarriere ist getan.

Tipp 2: Seabob im Bootshafen - Schlittenfahren im Wasser

Aktuelle Trendsportarten auf und im Wasser gibt es während der Kieler Woche im Ocean Funpark zum kostenlosen Ausprobieren. Im Angebot sind täglich ab 14 Uhr unter anderem Stand-up-Paddle-Boards, Seabobs und Elektro-Surfbretter. Wer also Lust hat, seinen Zeh in unbekannte Gewässer zu stecken, bekommt vor Ort - ebenfalls kostenlos - Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm ebenso wie eine freundliche Einweisung und schon kann's losgehen. Das ließ sich Andrea nicht zwei Mal sagen, also schlüpfte sie in den Neo und anschließend in das kleine Hafenbecken zwischen Einkaufsstraße und Förde. Der Seabob solllte es sein, ein kleines Wasserfahrzeug mit Jetantrieb. Zwei Griffe im vorderen Bereich des Seabob dienen zum Festhalten ebenso wie zum Schalten und Gasgeben. Der Fahrer liegt mit dem Oberkörper auf dem kleinen Wasserschlitten und lässt sich im selbstgewählten Tempo durch das Wasser ziehen. Durch die Verlagerung des Oberkörpers steuert der Seabob nach rechts oder links. Klingt kompliziert, ist aber kinderleicht.

Fazit: Das Fahren mit dem Seabob ist im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten im Bootshafen eine spaßige Abwechslung. Das Fahrzeug ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene leicht zu bedienen. Mit der Geschwindigkeit und wendigen Manövern steigt auch der Spaßfaktor im Wasser. Der Seabob eignet sich übrigens auch zum Tauchen. Im Becken des Bootshafens bleibt das aber ein trüber Spaß. Zum ersten Kennenlernen des Trendsport-Geräts eignet sich das kostenlose Angebot des Ocean Funpark allemal. In weiten Gewässern mit klarem Wasser dürfte der Action- und Funfaktor des Seabob aber deutlich höher sein.

Tipp 3: Das Tamburello - Die Trommel mit Doppelleben

Diverse neue Spiel- und Sportarten stehen im Mittelpunkt der Trendsporttage auf der Reventlouwiese. Täglich ab 12 Uhr können die Besucher der Kieler Woche Schläger, BMX-Rad oder übergroße Becher in die Hand nehmen und Sportarten wie Speedminton, Bassalo oder Crossboccia ausprobieren. Gemeinsam mit Marc von "Tamburello Dresden" probierte Christin die Sportart Tamburello aus. Das Tamburin kennen wir alle noch aus dem Musikunterricht der Grundschule. Dieses Spielgerät ist nun der moderne und sportlichere Enkel des Tamburins. Das Spiel Tamburello ist ein Mannschaftssport, dessen Regeln an die von Tennis und Badminton erinnern. Ob Ballannahme hinter dem Rücken, unter dem Bein hindurch, mit Vor- oder Rückhand - mit dem Tamburello sind allerlei Kunststücke möglich. Nachdem Christin und Marc sich leichten Kunststoffball mehrere Male zugespielt haben, ist für die Volontärin klar: "Das wird mein neues Lieblingsspiel."

Fazit: Das Spiel mit den Tamburellos treibt zwar nicht den Adrenalinspiegel in die Höhe, dafür aber den Puls. Es ist schnell, direkt und macht Spaß. Wer auf der Kieler Woche sein Geschick am Ball beweisen will, der ist am Tamburello-Stand genau richtig. Dort findet sich auch schnell ein Spielpartner.

Tipp 4: Die Tower an der Hörn - Kirmes-Klassiker

Am Germaniahafen an der Hörn befindet sich seit jeher der Rummelplatz der Kieler Woche. Hier kann der geneigte Kirmesfreund seiner Leidenschaft beim Dosenwerfen, Torwandschießen und am Krallenautomaten nachgehen. Wer es etwas aufregender mag, der wendet sich den Fahrgeschäften zu. Die sind an der Hörn begrenzt auf eine kleine Wasserbahn und zwei Tower. Letztere beglücken ihr Publikum mit dem durchaus eindrücklichen Konzept des freien Falls aus etwa 70 Metern Höhe. Für Andrea - alter Hansapark-Hase - ein Muss, um den Action- und Funfaktor der Kieler Woche zu testen.

Fazit: Mit einer Geschwindigkeit von 6,5 Metern pro Sekunde aufwärts und maximal 15 Metern pro Sekunde Richtung Erdboden bringt der Tower den Kreislauf in Schwung. Der Moment, in dem man gerade noch die atemberaubende Aussicht über die Förde und die Landeshauptstadt genossen hat und plötzlich der eigene Sitz in Richtung Boden stürzt, bringt das Adrenalin zum Kochen. Der Turm, der den freien Fall simuliert, ist mittlerweile ein alter Schuh. Nichtsdestotrotz ist er wirkungsvoll, selbst für Kenner der Towerpower. Eine Fahrt mit dem Tower ist besser als jeder Kaffee und lohnt sich auch noch nach dem 10. und vermutlich auch nach dem 100. Mal. Suchtpotential und ein seliges Lächeln im Anschluss sind garantiert.

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erstellt am 24.Jun.2016 | 15:23 Uhr

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