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Kieler Woche 2016 : Trotz Sonderfahrplan: Mein Busticket ins Gedränge

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Busfahren auf der Kieler Woche kostet Nerven. Sowohl Fahrer als auch Besucher müssen viel Geduld aufbringen.

Kiel | Linie 81 schaukelt von der Haltestelle Holstenbrücke Richtung Rungholtplatz. Dicht an dicht stehen die Fahrgäste und an jeder Haltestelle drängeln sich noch mehr Menschen in den ohnehin schon überfüllten Bauch des roten Riesen, wie die Kieler Stadtbusse genannt werden. „Wo wollen die denn alle hin?“, fragt eine ältere Dame, die versucht, durch Dutzende Arme und Beine hindurch einen Blick nach draußen zu erhaschen. Es ist 21.30 Uhr. Zahlreiche Kieler-Woche-Besucher zieht es zum Nordmarksportfeld – sie wollen zum Heißluftballon-Spektakel Night Glow.

Busfahren bedeutet während der Kieler Woche vor allem abends, ein Bad in der Menge zu nehmen: Auch wenn die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) zahlreiche Zusatz-Busse aktiviert hat, um den Ansturm zu bewältigen, kommt man seinem Nebenmann meist näher als gewünscht. Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator und Rollstuhlfahrer haben oftmals wenig Chancen, überhaupt in den Bus zu gelangen.

In der Regel befördern die Fahrer der KVG wöchentlich rund 120.000 Fahrgäste, an den Kieler-Woche-Wochenenden steigt die Zahl gut und gerne auf das Doppelte. Für die Busfahrer ist das eine große Belastung. Meistens steigt ihr Stresspegel mit dem Alkoholpegel der Besucher. 

Ein Tipp an alle, die Fragen zu den Busverbindungen haben und mittendrin sind im Getümmel: Die KVG hat ein Info-Mobil aufgestellt, das während der Kieler Woche an der Reventloubrücke zu finden ist.

Dass zusätzliche Busse eingesetzt werden, bedeutet allerdings nicht, dass das für alle Verbindungen gilt. Während man zum Beispiel gut zur Kiellinie hin und von dort auch wieder wegkommt, machen die Night-Glow-Zuschauer an diesem Abend ein langes Gesicht. Kurz nach Mitternacht warten viele von ihnen vergebens auf einen roten Riesen Richtung Innenstadt. Ratlos stehen sie an der Haltestelle – während die Kieler auf ihren Fahrrädern an ihnen vorbeisausen. Vielen blieb nichts anderes übrig, als ein Taxi zu nehmen – oder sich per pedes auf den Weg zu machen.

Die Sonderfahrpläne der KVG sind hier zu finden.

 

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erstellt am 25.Jun.2016 | 10:54 Uhr

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