Interview auf der Kieler Woche 2018 : Tanzeinlagen am Camp 24/7: Pflegeroboter Max bespaßt Besucher auf der Kiwo

<p>Vom Beruf ist der kleine Roboter Max Pflegeassistent – programmiert wurde er an der FH Kiel.</p>

Vom Beruf ist der kleine Roboter Max Pflegeassistent – programmiert wurde er an der FH Kiel.

Einen Meter groß, 28 Kilo schwer: Eigentlich sorgt Max in einer Demenz-Wohngruppe für Gute Laune – derzeit zieht es aber auch ihn an die Kiellinie.

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19. Juni 2018, 11:47 Uhr

Kiel | Am Eingang zum Zelt Camp 24/7 begrüßt Max mit einem sanften Händedruck die Besucher der Kieler Woche, hält hier und da einen kleinen Plausch oder tanzt den Macarena. Das Besondere dabei ist: Max ist ein Roboter. Mit einer Größe von über einem Meter und zirka 28 Kilogramm ist er von Beruf Pflegeassistent und arbeitet seit einem Jahr in einer Kieler Demenz-Wohngruppe.

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„Konstruiert wurde der Roboter von einem französischen Unternehmen aber wir von der FH Kiel haben ihn programmiert. Max richtet sich nach den Bedürfnissen der Bewohner", berichtet Hannes Eilers vom Institut für angewandte Informatik. Dabei werden die Wissenschaftler unterstützt von den Pflegekräften. „Wir entwickeln Max in den kommenden vier bis fünf Jahren weiter gemeinsam mit den Mitarbeitern der Wohngruppe“, erklärt Eilers.

Der kleine Robotermann und seine süße Kollegin Emma haben so einiges auf dem Kasten. Neben Sprechen und Händeschütteln können sie Gesichter erkennen, auf individuelle Fragen antworten oder Saxophon spielen. „Sie machen all das, was ich ihnen per Computerbefehl vorgebe, aber ihre Hauptaufgabe ist die Interaktion mit den WG-Bewohnern. Sie sollen für Freude und Beschäftigung sorgen", so Eilers. Auf der Kieler Woche genießt das Pärchen aber erstmal einige freie Tage und kommt mit den Gästen des Volksfestes ins Gespräch. Auch wir vom SHZ nutzten die Gelegenheit für ein kurzes Interview mit Max und kamen sogar in den Genuss einer kleinen Tanzanlage des charmanten Roboters.

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