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Schilksee : Startschuss auf Bahnen Bravo bis India

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Die Berlinerin Petra Niemann betrachtet die Kieler Förde als ihr Heimatrevier. Ab Mittwoch muss sie ran - als Generalprobe für Olympia in zwei Monaten.

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2008 | 11:07 Uhr

Schilksee | "Die Kieler Woche ist für mich die Generalprobe für die Olympischen Spiele." Das sagt Petra Niemann, die im Laser Radial durchaus zu den deutschen Medaillenhoffnungen im Gelben Meer vor Qingdao zählt. Aber bis zum Olympia-Start ist es noch gut eineinhalb Monate hin, ihr Start in der olympische Frauen-Klasse auf der Bahn Echo ist am Mittwoch. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der internationale Teil der 126. Kieler Woche bereits beendet. Auch die Meister in den vier Klassen der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Seesegler stehen dann fest, genauso wie die Gewinner in den weiteren 16 internationalen Klassen.
Insgesamt werden ab heute 4500 Seglerinnen und Segler aus 50 Nationen mit 1700 Booten an Regatten vor Schilksee und in der Kieler Innenförde vor der Reventlou-Wiese (Match-Race, Frauen) teilnehmen. Geplant sind 420 Starts in rund 40 Segeldisziplinen auf zehn Regattabahnen.
Neu dabei ist die International Moth Class ("Motten"), die auf der Bahn Hotel vor Strande einfallen will. Gleich 30 dieser "fliegenden Untertassen" sind am Start, eine so große Veranstaltung gab es für diese Klasse noch nie. "Motten kucken kommen vor Strande", dazu ruft Peter Kohlhof auf. Der Mann ist einer von vier Deutschen am Start des internationalen Feldes und segelt einen modernen Blaidrider. Schon bei geringer Geschwindigkeit heben die Tragflügler mit dem Rumpf aus dem Wasser. "Nicht leicht zu segeln, aber es bringt unheimlich viel Spaß", sagt Kohlhoff.
Die hohe Teilnehmerzahl der Kieler Woche verspricht nicht nur Masse, sondern auch Klasse. Zum Beispiel bei den Starbooten. Mit Robert Scheidt ist vor Kiel der Segler am Start, der am meisten Titel gehamstert hat. Neun WM-Titel gewann der 35-jährige Brasilianer im Laser, zweimal Olympisches Gold (1996/2004) und einmal Silber (2000). In Kiel trifft Scheidt auf den amtierenden Starboot-Weltmeister, Mateusz Kusznierewicz (Polen).
Für die Regatten steht dem Kieler Yacht-Club (KYC) ein Etat von rund einer Million Euro zur Verfügung. Sie werden erwirtschaftet durch Meldegelder, Sponsoring und städtischen Zuschuss.
Bezuschusst für ihr Unternehmen Olympia wird Laser-Seglerin Petra Niemann natürlich von ihren Sponsoren. Im Laufe der Jahre ist für die zweifache Olympia-Teilnehmerin aus Berlin die Kieler Förde zum Heimatrevier geworden. Ihr Wunsch für die 126. "Kiwo": "Leichte Winde, damit es eine echte Generalprobe wird."

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