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Preischeck an der Fischbude : So teuer sind die Krabbenbrötchen auf der Kieler Woche

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In Hamburg mit 11,50 Euro auf Rekordpreis: Wir haben an den Fischbuden auf der KiWo nachgefragt.

Das war eine Nachricht, die Fischfans heute sicher empört hat: In Hamburg kostet das beliebte Krabbenbrötchen mittlerweile 11,50 Euro. Die Krabbenfischer sind sich einig: Schuld ist der Wittling. Ein dorschartiger Fisch, der die Nordseekrabben frisst. Gerade jetzt auf der Kieler Woche dürfen Fischbrötchen aller Art natürlich nicht fehlen. Deshalb haben wir die Preise der Delikatesse geprüft und auch mit den Verkäufern über die Krabben-Problematik gesprochen.


Auf der Kieler Woche gibt es Fischbuden wie Sand am Meer. An der Kiellinie steht der graue Wagen von "Matjes Lange". Hier kostet das Brötchen mit Nordseekrabben stolze acht Euro. Verkäufer Thomas Erhard weiß auch warum: "Der Wittling frisst die Krabbenbestände nieder. Aber das ist schon seit etwa zwei, drei Jahren ein großes Problem." Mittlerweile kostet das Kilo Krabben vom Fischer 80 Euro. Deshalb müsse man bei "Matjes Lange" die Preise anziehen. Für acht Euro gibt es das Krabbenbrötchen auch bei "Gosch Hannover" ein Stück weiter hoch an der Kiellinie. Hier hatte man im Geschäft in Hannover knapp ein halbes Jahr gar keine Krabbenbrötchen im Angebot. "Die Krabben sind überfischt und deshalb haben wir bis vor einigen Wochen gar keine angeboten", erklärt Verkäuferin Ella. Die Kunden haben auf diese Entscheidung positiv reagiert und beschweren sich auch jetzt nicht über den hohen Preis.


Ähnlich wie bei "Gosch Hannover" entschied man sich auch beim "Nordsee"-Stand gegen Krabbenbrötchen im Angebot. Die Kilo-Preise für Nordseekrabben seien aktuell einfach zu hoch und das möchte man den Kunden nicht zumuten, erklärte man am Stand an der Kiellinie.


 

Das günstigste Krabbenbrötchen findet man an der Hörn bei "Husumer Krabben Brötchen" für sechs Euro. Aber zufrieden ist man hier trotzdem nicht. "Wir verdienen daran nichts, aber wir wollen es natürlich im Angebot haben", erklärt Verkäuferin Nadja Mühle. Den Kunden der Fischbude sei jedoch bewusst, dass sie ein besonderes Fischbrötchen essen. "Ein Krabbenbrötchen gönnt man sich nicht mehr jede Woche, das ist exklusiver geworden. Und dann genießen die Kunden das auch richtig und schlingen es nicht einfach herunter", so Mühle weiter. Beim Husumer Unternehmen vermutet man, dass die Nordseekrabben sich zur Zeit einfach nicht vermehren wollen. Das sei ein natürliches Phänomen und man müsse einfach auf Besserung hoffen.

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erstellt am 23.Jun.2017 | 21:29 Uhr

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