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Balloon Sail : Sie bringen die Kieler Woche in die Luft

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Sie war als Ergänzung zum Kieler Woche-Programm gedacht und hat sich zum Publikumsmagneten gemausert: Die Internationale Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld.

Kiel | Was 2007 mit 35.000 Besuchern begann, endete im vergangenen Jahr mit 120.000 Gästen. Eine Entwicklung, an die in diesen Tagen angeknüpft werden soll.
Es war ein eiskalter Tag im Januar 2005, als Thomas Oeding und Christoph Laloi in den Kitzbühler Alpen Zuschauer eines Night Glows, dem Tanz im Dunkeln befeuerter Ballone zu Musik, wurden. "Wir haben so vor uns hin sinniert, ob wir so etwas nicht zur Kieler Woche hinbekommen können", erinnert sich Oeding. Christoph Kersig war sofort Feuer und Flamme für die Idee. Er warb dafür bei der Stadt, die anlässlich des Jubiläums "125 Jahre Kieler Woche" den Startschuss für das Projekt gab.
"Das ist eine wunderbare Bestätigung"
Ballonfahrer aus dem In- und Ausland dafür zu begeistern, war kein Problem. Oeding: "Das Nordmarksportfeld ist brillant dafür, und für werbetreibende Fahrer ist die Attraktivität noch höher - wann hat man schon 1500 Veranstaltungen vor der Kulisse der Ostsee." Die Grenze haben sie jedoch bewusst bei 70 Teams gezogen - zugunsten der Atmosphäre auf dem Platz. Skepsis herrschte, insbesondere bei potenziellen Sponsoren, ob genug Besucher den Weg von der gut zwei Kilometer entfernten Festmeile auf das Gelände finden würden. Nach der gelungenen Premiere gab es da keine Zweifel mehr, Jahr für Jahr zog die Balloon Sail mehr Gäste an. Der Grund liegt für Oeding auf der Hand: "Ballone am Himmel hat jeder schon gesehen, aber beim Start? Hier können sich die Leute ansehen, wie aus einem kleinen Sack eine 30 Meter hohe Blase wird. Das Aufrüsten fasziniert alle." Ganz besonders Familien wüssten die Weite des Norders zu schätzen, hat der Organisator beobachtet. Viele würden den halben Tag dort verbringen, das Beiprogramm für die Kinder nutzen, das in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit der Kieler Sportvereinigung Holstein ausgebaut werden konnte, und die besondere Kulisse bei einem Picknick genießen.
Dass ihre Idee eine solche Entwicklung nehmen würde, hätte Laloi nicht zu träumen gewagt, verrät er. "Das ist eine wunderbare Bestätigung", sagt Oeding. "Und es hat was Historisches: Durch die Balloon Sail gibt es die Kieler Woche nicht nur zu Wasser und zu Land, sondern auch in der Luft." Viel wichtiger aber sei, dass sie es in der Gruppe, im Team von 15 ehrenamtlichen Helfern geschafft haben. Und dessen müsse man sich immer bewusst sein, um nicht abzuheben. "Dass alle Freude daran haben, das ist, was mich zutiefst befriedigt", sagt Oeding.
(sum, shz)

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erstellt am 23.Jun.2011 | 05:52 Uhr

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