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Starts verschoben : Schwüle Luft - drehende Winde

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Nach dem tollen Auftakt mit Sonne und Wind satt meinte es das Wetter mit den Seglern gestern nicht ganz so gut. Schwülwarme Luft und drehende Winde zwischen ein und drei Beaufort sorgten für Startverschiebungen.

Kiel | Am zweiten Wettfahrttag der Kieler Woche mussten die Aktiven in den internationalen Klassen zum Teil lange warten, ehe es richtig losging. Einfach hatten es die Crews bei schwülen Temperaturen und Winddrehern nicht. "Das war harte Arbeit, auch für die Wettfahrtleitung", meinte der Flensburger Folkebootsegler Haymo Jepsen stellvertretend für alle Segler. Heute müssen sich die Segler erneut umstellen. Sturm ist angesagt.
Bei den Dickschiffen auf der Bahn Alpha mussten die Crews viel Geschick zeigen, um mit den Winddrehern einigermaßen zu recht zu kommen. Wettfahrt eins war noch einigermaßen konstant. "Aber besonders in der letzten Wettfahrt kam der Wind von allen Seiten. Das war schon fast am Limit", meinte Dirk Becker von der Crew der "Chinook". Die X-332-Yacht des Flensburgers John Friedrichsen segelt in der Klasse ORC III/IV um die Deutsche Seesegelmeisterschaft mit und will versuchen, den Dauersieger "Froschkönig" (Optimia101/102) von Detlef Amlong in die Knie zu zwingen. Nach zwei Wettfahrtagen führt der "Frosch" noch vor der "Chinook". "Aber wir wollen noch mal angreifen", sagt Becker. "Die Stimmung ist gut, das Schiff ist schnell."
Angreifen wird sicher auch die "Beluga" (Rodman 42) von Christian Plump, die in der Klasse ORC I hinter der "Unique" (J/V49) von Bernd Kriegel liegt. In der Klasse ORC II führt weiterhin die "Patent3" (X-332 Sport) von Jürgen Klinghardt.
In den internationalen Klassen scheint Dr. Wolfgang Hunger auf dem Weg zum alleinigen Kieler-Woche-Rekord nicht aufzuhalten zu sein. Der Strander führt mit seinem neuen Vorschoter Julien Kleiner im 505er nach fünf Wettfahrten mit sieben Punkten bereits klar vor seinen Kieler Kontrahenten Jens Findel/Johannes Tellen, die bereits 18 Zähler auf ihrem Konto haben, und steht damit vor seinem 16. Gesamtsieg bei der größten Segelveranstaltung der Welt. Im Vorjahr hatte Hunger den Rekord von Gerd Eiermann (Duisburg) eingestellt.
Ob heute gesegelt werden kann, wird sich im Laufe des Tages ergeben. Vorhergesagt sind stürmische Winde aus Südwest, Stärke sechs bis sieben Beaufort, in Böen Stärke acht bis neun. Erst am Nachmittag soll der Wind etwas nachlassen. "Vielleicht können wir am späten Nachmittag noch Rennen starten", meinte Organisationsleiter Jobst Richter.

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erstellt am 22.Jun.2008 | 11:43 Uhr

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