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Kiwo 2016 : Schilksee: Wo die Kieler Woche zu sich selbst findet

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Schnelle Segler und ruhige Strände – Reporterin Lea Albert berichtet mit leisen Tönen aus Schilksee, dem eigentlichen Kern der Kieler Woche.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 17:24 Uhr

1. Die Ankunft in Schilksee

Idylle pur in Schilksee: Hinter dem Parkplatz grasen Pferde zwischen Holunderbüschen.

Idylle pur in Schilksee: Hinter dem Parkplatz grasen Pferde zwischen Holunderbüschen.

Foto: Albert
 

Es ist ungewohnt ruhig, als ich in Schilksee aus dem Auto steige – jedenfalls verglichen mit dem Lärmpegel, den ich bisher auf der Kieler Woche erlebt habe. Hier wiehern Pferde, die auf einer Weide hinter dem Parkplatz stehen, und der Wind lässt die Blätter der Bäume rauschen. „Was für ein idyllischer Platz, fernab von Musik und Menschenmassen, abseits der Hörnbühne“, ist das Erste, was ich denke. 

2. Wer ich bin und wo ich hinwill

Zum ersten Mal besuche ich - Lea Albert - heute das Olympiazentrum in Schilksee. Auch baden kann man hier.

Zum ersten Mal besuche ich - Lea Albert - heute das Olympiazentrum in Schilksee. Auch entspannt baden kann man hier.

Foto: Mertin

Ich – normalerweise Reporterin auf Sylt – feiere in diesem Jahr Premiere auf dem gigantischen Sommerfest: Zum ersten Mal besuche ich das Spektakel an der Förde. Die großen Konzerte auf den zahlreichen Bühnen, den Internationalen Markt sowie die Marineschiffe am Tirpitzhafen habe ich inzwischen gesehen, heute will ich endlich dem Ursprung auf den Grund gehen: den Segelwettkämpfen, die vor Schilksee ausgetragen werden. Bekannt geworden ist der Stadtteil im Norden als Austragungsort der Segelwettbewerbe zu den Olympischen Spielen 1972. Graue Betonklötze erinnern noch heute auf dem Weg zum Wasser, wo die Boote liegen und die Segler starten, an das große Sportevent. 

3. Der erste Kontakt mit den Seglern

Strahlend weiß scheint im Kontrast dazu der riesige Yachthafen, als ich die Hochhäuser hinter mir lasse. Umrahmt von bunten Backfisch, Eis,- und Bierständen liegen die Boote im Hafen – unter blauem Himmel ein Wald von Masten, davor flanieren Zuschauer. Segler Hugh Macrae aus Kanada ist gerade dabei, sein Boot nach dem Training regendicht zu verpacken: „Ich brauche nur mein Segel und mich selbst“, sagt er lachend, als ich ihn frage, wie er sein Boot nach Deutschland gebracht hat. Den Laser, mit dem er das Rennen fährt, habe er gemietet. Heute will er bei den Wettkämpfen starten, erzählt mir der 20-Jährige. 

Segler Hugh Macrae aus Kanada braucht nur sein „Segel und sich selbst“ - das Boot leiht er sich in Deutschland.

Segler Hugh Macrae aus Kanada braucht nur sein „Segel und sich selbst“ - das Boot leiht er sich in Deutschland.

Foto: Mertin
 

4. Auf ein Pläuschchen mit dem Hafenmeister

Ich schlendere weiter entlang der Promenade und treffe den Hafenmeister Jens Rabe, der unter anderem für die Liegeplätze verantwortlich ist. Den „größten Stress“ habe er im Vorfeld der Veranstaltung, wenn er und seine Kollegen rund 250 Plätze für die Wettkampfboote räumen müssen, sagt er.

Eine kleine Sehhilfe braucht man, um die Segler vor Schilksee zu sehen.

Eine kleine Sehhilfe braucht man, um die Segler vor Schilksee zu sehen.

Foto: Albert
 

Vom Dach des Gebäudes, in dem er sitzt, hat – zumindest wer ein Fernglas besitzt – eine wunderbare Sicht auf die Wettrennen draußen auf der Ostsee. Aber auch ohne Fernglas finde ich die Aussicht wunderbar. 

5. Ruhe und Entspannung am Strand

Zum Abschluss meines Ausflugs setze ich mich an den Strand am Ende des Wettkampf-Geländes, beobachte die Segler auf dem Wasser und Jugendliche, die in der Sonne entspannen. Mein Fazit: Jeder, der die Segler hautnah erleben möchte, sollte während der Kieler Woche nach Schilksee fahren. Wer mit der Fähre anreist, sollte den Fahrplan vorher studieren, denn das Schiff legt nur in unregelmäßigen Abständen nach Schilksee ab.

Am Ende des Wettkampf-Geländes kann man in Schilksee am Strand entspannen.
strandkorb Foto: Albert
 

Das lohnt sich besonders während eines Abstechers nach Schilksee:

  • Sonnenbaden am Strand
  • Fischbrötchen essen im Strandbistro
  • Ein Strandspaziergang mit Sprung in die Ostsee
  • Musik auf der Standbühne: Am Dienstag ab 20 Uhr mit dem Styles Showband Trio (Schlager, Pop, Rock, Neue Deutsche Welle) 
  • Das große Segler-Feuerwerk vom Ponton in der Förde aus Dienstagabend ab 23 Uhr zum Wechsel der Bootsklassen in der Mitte der Kieler Woche
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